Gemeinsam einsam

Gegen Langeweile und Isolation: WHO empfiehlt Gaming

Kampf gegen die Langeweile: Online-Games wie „Fortnite“ bieten Fluchtmöglichkeiten aus der Corona-Isolation.
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Kampf gegen die Langeweile: Online-Games wie „Fortnite“ bieten Fluchtmöglichkeiten aus der Corona-Isolation.

Bis vor wenigen Tagen hatten die Weltgesundheitsorganisation und die Gaming-Branche ein eher angespanntes Verhältnis: Immerhin hat die WHO erst vor einigen Monaten trotz dürftiger Datenlage die „Computerspielsucht“ in den Katalog anerkannter Krankheiten aufgenommen.

Umso verblüffender, dass man Games nun durchaus als sinnvolle Beschäftigung betrachtet.

Grund für den Sinneswandel: Weltweit sollen Menschen in ihren eigenen vier Wänden bleiben, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen - nur ist das für viele gar nicht so einfach. Denn wer sein Leben bisher vor allem vor der Tür geführt und zu Hause nur wenige Beschäftigungsmöglichkeiten hat, sieht sich nun womöglich einem kompakten Wohngefühl ausgesetzt - ohne Chance auf Eskapismus.

Für solche Fälle empfiehlt die WHO jetzt ganz offiziell den digitalen Ausflug in digitale Parallelwelten. Unter dem Kampagnen-Namen #PlayApartTogether hat man sich mit Herstellern wie Activision Blizzard und Riot Games („League of Legends“) sowie der Streaming-Plattform Twitch zusammengetan, um für das Zu-Hause-bleiben und Zocken zu werben.

Vor allem auf die Möglichkeit zum Multiplayer-Spiel wird hingewiesen: Die würde in Zeiten der räumlichen Isolation eine hervorragende Möglichkeit zur Kommunikation und sozialen Interaktion bieten. Auf diese Weise könnte man Vereinsamung und Langeweile vorbeugen. Auch Activision-Chef Bobby Kotick äußert sich dazu: Ihm zufolge wäre es noch nie „so wichtig wie heute“ gewesen, „dass die Menschen auf sichere Weise miteinander verbunden bleiben“.

teleschau

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