Soziales Netzwerk

„Falscher Ansatz“: TikTok räumt Diskriminierung von Nutzern ein

Die Video-App TikTok wird vor allem bei Jugendlichen immer beliebter.
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Die Video-App TikTok wird vor allem bei Jugendlichen immer beliebter.

Das bei Jugendlichen beliebte soziale Netzwerk TikTok hat Diskriminierung auf seiner Plattform eingeräumt.

Ein Sprecher der Plattform erklärte gegenüber „The Verge“: „Wir haben als Reaktion auf vermehrtes Mobbing in der App frühzeitig eine stumpfe und zeitlich befristete Regelung implementiert. Die Intention war gut, aber wir haben den falschen Ansatz gewählt und diesen seit Langem zugunsten differenzierterer Anti-Mobbing-Regelungen und In-App-Schutzmaßnahmen geändert.“

Über diskriminierende Moderationsregeln bei TikTok war zuvor von „Netzpolitik.org“ berichtet worden. Demnach seien Moderatoren angewiesen worden, Videos von Menschen mit Behinderung zu markieren und deren Reichweite zu begrenzen. Eine bestimmte Zahl von Views sollte nicht überschritten werden. Auch mit homosexuellen und fettleibigen Nutzern sei entsprechend verfahren worden. Auch sie landeten demnach auf einer Liste „besonderer Nutzer“. Wie es in dem Bericht weiter heißt, seien die Anweisungen an die Moderatoren „mindestens bis September dieses Jahres“ gültig gewesen.

Derzeit weist die Social-Media-App TikTok ein rasantes Wachstum auf, vor allem bei jungen Menschen. Die Vorwürfe jedoch reißen nicht ab. Derzeit muss sich das Portal, das zum chinesischen Konzern ByteDance gehört, in den USA erneut einem Gerichtsverfahren stellen. In einer Sammelklage werfen Eltern TikTok und dem übernommenen Dienst Musical.ly vor, ohne Erlaubnis persönliche Daten von Kindern gesammelt und weiterverkauft zu haben.

teleschau

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