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„Fallout“-Fan baut Wasteland in „Dreams“ nach

Nicht nur diese ikonische Anfangs-Szene von „Fallout 4“ hat ein Fan-Team in „Dreams“ nachgebaut, auch ein stattlicher Teil und viele Original-Mechanismen des Bethesda-Games finden sich in dem User-Game. Bei so viel Vorbildtreue stecken vermutlich mehrere erfahrene 3D-Grafiker und Game-Designer hinter dem Projekt.
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Nicht nur diese ikonische Anfangs-Szene von „Fallout 4“ hat ein Fan-Team in „Dreams“ nachgebaut, auch ein stattlicher Teil und viele Original-Mechanismen des Bethesda-Games finden sich in dem User-Game. Bei so viel Vorbildtreue stecken vermutlich mehrere erfahrene 3D-Grafiker und Game-Designer hinter dem Projekt.

Gerade hat Sony seine Entwickler-Oberfläche „Dreams“ aus der Beta-Phase entlassen und offiziell veröffentlicht: Das für Gamer gemachte Entwickler-Tool erfordert zwar einige Einarbeitungszeit, erlaubt aber theoretisch die Erschaffung überraschend umfangreicher Games-Projekte aus allen möglichen Genres - und das ohne Programmierkenntnisse.

Wobei man natürlich einräumen muss: Grundsätzliches Know-how über die Struktur von Programmen, die Funktionsweise eines 3D-Editors oder einer Oberfläche zur Charakter-Animation sind extrem hilfreich.

Über derartige Vorkenntnisse verfügt vermutlich auch ein Team aus besonders kreativen „Dreams“-Baumeistern: Anstatt sich der vorgefertigten Spiel-Bausteine zu bedienen, haben die emsigen User einen Teil der „Fallout 4“-Welt nachgebildet. Unter dem Titel „Fallout 4: Dreams Edition“ finden Besitzer von Media Molecules Game-Engine einen verblüffend authentischen Nachbau von Bethesdas verstrahltem „Wasteland“ - von den massigen „Power Armor“-Rüstungen über waffenstarrende Roboter-Gegner bis hin zum Pip-Boy am Arm des Helden.

Fast schon unheimlich authentisch

Ebenfalls mit dabei: ein vollwertiges Tutorial zur Vermittlung der Spielmechanismen, ein Minigame und zwei Haupt-Quests. Später soll die sich noch in Entwicklung befindliche Ödland-Erkundung sechs Story-Missionen und vier Minispiele bieten. Schon jetzt mit von der Partie: ein Menü für Grafikeinstellungen, in dem Besitzer einer PS4-Pro-Konsole die Bildwechselrate erhöhen können. Das Resultat ist ein flüssigeres Spielerlebnis als in Bethesdas Original - entsprechend verzückt reagieren viele Fans auf das „Dreams“-Projekt. Auf Twitter kommentieren „Dreams“-User das Spiel mit Kommentaren wie „Heilige Sch...!“, „WOW. Das ist etwas Unglaubliches.“ oder „Das sieht besser aus als Bethesdas Version. Hut ab dafür!“

Ganz fair ist das natürlich nicht: Obwohl der Nachbau verblüffend aussieht, entspricht die Detailstufe der Texturen natürlich nicht dem Original. Außerdem muss der Fan-Nachbau keine gigantische Open-World-Kulisse, keine unzähligen miteinander verknüpften Missionen und auch keine Spieler-gemachten Bauwerke verwalten. Dennoch: Bedenkt man, dass sämtliche Modelle mithilfe eines Dual-Shock-Pads oder dem Motion-Controllern gestaltet wurden, grenzt der „Fallout“-Nachbau fast schon an ein Wunder.

teleschau

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