Battle-Royale-Hit

Fahr- und Flugverbote in „Call of Duty: Warzone“! Was steckt hinter der drakonischen Maßnahme?

Bis zum Hotfix müssen "Wazone"-Fans zu Fuß durch Verdansk marschieren. Die Fahrzeuge sorgten für Server-Probleme.
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Bis zum Hotfix müssen „Wazone“-Fans zu Fuß durch Verdansk marschieren. Die Fahrzeuge sorgten für Server-Probleme.

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts! Egal, wie oft man sich die Augen reibt: Sämtliche Fahrzeuge sind seit dem 6.

September um 5 Uhr morgens spurlos aus dem „Call of Duty: Warzone“ verschwunden!

Die Konsequenz: Plötzlich sind sämtliche Battle Royale-Fans und eSportler dazu gezwungen, zu Fuß durch die nicht gerade kleine Verdansk-Map zu marschieren. Allerdings blieb rätselhaft, warum sich Entwickler Infinity Ward zu diesem drastischen Schritt entschlossen hat.

Der Grund für das radikale Fahr- und Flugverbot ist nicht etwa eine digitale Botschaft für den Umweltschutz. Statt um Cyber-CO2-Emissionen geht es den Machern um den Spielfluß: Damit das Geschehen Fahrt aufnehmen kann, müssen die Fahrzeuge vorerst draußen bleiben. Denn die Vehikel in der Multiplayer-Spielwelt brachten die Server zum Absturz. Betroffen von dem Bug sind PC und Konsolen gleichermaßen. Daher wurde der Zwang zum Fußmarsch plattformübergreifend angewandt.

Schuld an der Beschneidung sind die Spieler selbst. Wenn man bestimmte Areale mit gewissen Fahrzeugen außerhalb der eigentlichen Map-Grenzen befuhr, wurden nicht nur die Fahrer aus dem Match geworfen, sondern alle Spieler purzelten zurück in die Lobby. Faktisch also ein Match-Abbruch.

Gameplay wie auf Schienen

Ein Fahrzeug aus der Season 5 ist nicht betroffen: Der Zug ist nicht abgefahren, sondern kann weiterhin genutzt werden, um deutlich schneller als per pedes durch Verdansk zu reisen. Die gute Nachricht: Der radikale Schritt von Infinity Ward ist nur eine Notlösung und ein Hotfix bereits ist in Arbeit. Es wird daher wohl nicht mehr lange dauern, bis Fahrzeuge wieder Staub aufwirbeln. Spieler werden das insbesondere dann zu schätzen wissen, wenn sich der tödliche Gaskreis schließt und es knapp wird.

Übrigens handelt es sich bei dem Vehikel-Fauxpas nicht um das erste Problem auf dem „CoD“-Battle- Royale-Schlachtfeld. Im Mai war es mit Hubschraubern möglich, unter die Map zu glitchen und unsportliche Kills aneinander zu reihen.

Ebenfalls ungünstig: Zum kommenden „Call of Duty: Black Ops“-Ableger „Cold War“ leakte bereits jetzt Multiplayer-Gameplay. Sowohl Impressionen vom Spielmodus VIP als auch Waffen und Perks wurden von einem Streamer gezeigt, bevor die Übertragung gesperrt wurde.

Treyarch-Boss David Vonderhaar versuchte, den Schaden zu begrenzen, indem er verkündete: „Was ihr bisher gesehen habt, ist noch gar nichts.“ Damit kommentierte er die Reaktionen auf seinen eigenen Twitter-Post. In einem Tweet schrieb der Design-Director: „Ich kann es nicht erwarten, dass ihr alle sehen könnt, was wir für euch gezaubert haben.“ Daraufhin hatten User sich kritisch geäußert, dass sie zum einen bereits einiges gesehen hätten, zum anderen das Gesehene nicht zwingend berauschend fanden. Die größten Kritikpunkte waren der Sound und die Sorge um skillbasiertes Matchmaking.

teleschau

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