Kuriose Folgen des Streits zwischen Apple und Epic

eBay-Wucher: 10.000 US-Dollar für ein iPhone mit „Fortnite“

Epics Battle-Royale-Superhit "Fortnite" ist nicht mehr im App-Store verfügbar. Darum werden iPhones, auf dem das Spiel noch immer installiert ist, jetzt zu exorbitanten Summen angeboten.
+
Epics Battle-Royale-Superhit „Fortnite“ ist nicht mehr im App-Store verfügbar. Darum werden iPhones, auf dem das Spiel noch immer installiert ist, jetzt zu exorbitanten Summen angeboten.

Der Streit zwischen Epic und Apple um allzu strenge App-Store-Regeln, die alternative Zahlungsmodelle verbieten, könnte eine lange Durststrecke für „Fortnite“-Fans mit iPhone beziehungsweise iPad bedeuten: Als Folge des Zanks hat Apple das Battle-Royale-Spiel aus seinem Store verbannt.

Wer das Spiel also neu installieren möchte, schaut in die Röhre.

Deshalb wittern jetzt einige Zocker ein großes Geschäft: Zahlreiche Gamer, auf deren iOS-Gerät das Spiel noch installiert und bis zum nächsten iOS-Update vermutlich noch lauffähig ist, bieten ihre Smartphones oder Tablets gerade auf eBay feil - und das für teils exorbitante Summen. Laut dem Magazin „Business-Insider“ stehen Wucher-Angebote für bis zu 10.000 US-Dollar im virtuellen Auktions-Haus.

7.500 Euro im deutschen eBay-Store

Auch in Deutschland müssten sich mobile „Fortnite“-Fans das Erlebnis einiges kosten lassen: Hierzulande finden sich Angebote von 1.200 bis 7.500 Euro für ein gebrauchtes iPhone 11 Pro mit 256 GB Speicherplatz auf der Seite. Selbst schuld, wer da zuschlägt, zumal nicht nur die Preise absurd sind, sondern der Vorbesitzer damit auch die Zugangsdaten für seinen Account übergeben müsste, um darauf wirklich „Fortnite“ spielen zu können.

Etwas mehr Glück haben könnten jene, die „Fortnite“ irgendwann mal auf ihrem iPhone installiert hatten. Dann nämlich kann man die App trotz Verbannung erneut herunterladen, indem man im App Store auf das Account-Symbol tippt, dort die „Käufe“ nach „Fortnite“ durchsucht und durch einen weiteren Fingertipp auf das Wolken-Symbol den Download der App startet.

Danach sollte alles wie gewohnt funktionieren - mit einer Einschränkung. Es wird keine Updates geben, solange der Streit zwischen Apple und Epic nicht geklärt ist. Hintergrund: Epic hatte ein alternatives Zahlungsmodell in seine „Fortnite“-App integriert, das Apples App-Store regeln umgeht - und damit den iPhone-Konzern bei In-App-Käufen um seine Provision in Höhe von 30 Prozent bringt. Daraufhin eskalierte die Lage schnell. Apple warf die „Fortnite“-App aus dem Store, Epic klagte - und Apple ließ wiederum die Muskeln spielen und drohte den Spieleentwickler samt seiner Grafiktechnologie „Unreal Engine“ aus dem Developers Programm von Apple zu werfen. Diese wird jedoch von unzähligen anderen Herstellern und Entwicklern genutzt - was ungeahnte Folgen nach sich ziehen könnte.

teleschau

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare