Videospiele in der Familie

Der Deutschen liebste Familienaktivitäten

Über die Hälfte der deutschen Eltern spielt mit dem Nachwuchs Videogames.
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Über die Hälfte der deutschen Eltern spielt mit dem Nachwuchs Videogames.

Wie verbringen Familien eigentlich ihre Freizeit? Das wollte Microsoft wissen und gab eine große Studie in Auftrag, in deren Rahmen europaweit 12.000 Eltern mit Kindern bis 17 Jahren befragt wurden, darunter auch 2.000 Teilnehmer aus Deutschland.

Das Ergebnis: ein wenig erschreckend und Hoffnung machend zugleich.

Die schlechte Nachricht vorweg: Geschichten vorlesen ist vom Fernsehen als liebste gemeinsame Aktivität abgelöst worden. Auf Platz 3 folgt Spazierengehen. Auf Platz vier verortet der Windows- und Xbox-Konzern jedoch schon das gemeinsame Videospielen, das damit andere Aktivitäten wie Familien-Sport, Einkaufsbummel oder klassische Brettspiele hinter sich gelassen hat. Das Gaming - es nicht nur in der Mitte der Gesellschaft angekommen, sondern auch in der Mitte des Familienlebens.

Mehr als die Hälfte frönt dem regelmäßigen Familien-Zock

Demnach nehmen 56 Prozent der deutschen Familien regelmäßig Gamepad oder Tablet in die Hand, um gemeinsam zu spielen - im Durchschnitt siebenmal im Monat. Die Eltern geben an, dass das gemeinsame Gaming für eine bessere Verbundenheit sorgt als beispielsweise gemeinsames Fernsehen. Ganze 65 Prozent der Befragten berichten von einem verbesserten Verhältnis zu ihren Kindern durch gemeinsames Gaming. Weitere 61 Prozent haben das Gefühl, die Persönlichkeit ihrer Kinder durch das gemeinschaftliche Videospielen besser kennenzulernen und zu verstehen. Überdies fühlen sich 51 Prozent der Eltern durch das Spielen mit ihren Kindern besser informiert über aktuelle, popkulturelle Themen. Allerdings geben auch ganze 27 Prozent zu, Games niemals zusammen mit dem Nachwuchs zu konsumieren.

Vermeintlich positiv: Drei Viertel der Eltern glauben zu wissen, was die Kinder in ihrer Abwesenheit spielen, aber nur 37 Prozent nutzen die Möglichkeit, Ingame-Transaktionen ihres Nachwuchses einzuschränken. Und lediglich 23 Prozent regulieren über Einstellungen die maximale Spielzeit ihrer Kinder auf ein gesundes Maß. Tatsächlich gaben 30 Prozent der Befragten an, überhaupt keine Kindersicherung auf dem Gaming-Device ihres Kindes eingestellt zu haben. In diesem Zusammenhang verweist Microsoft auf die vielseitigen „Familieneinstellungen“ im Xbox- oder Windows-Menü.

Mit Blick auf Europa zeigen die Daten, dass Spanien die höchste Anzahl von Gaming-Familien in Europa aufweist. Hier gaben drei von vier (75 Prozent) Familien an, gemeinsam Videogames zu spielen. In Italien spielen Familien im direkten Vergleich häufiger zusammen, durchschnittlich zehnmal im Monat. Spanische Familien brachten es auf neunmal, dicht gefolgt von französischen Familien mit durchschnittlich achtmal pro Monat.

teleschau

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