Darum bringt Microsoft keine VR-Brille für die Xbox

Insgesamt ist Sonys PS4-exklusive „PlayStation VR“ mit geschätzten drei Millionen Verkäufen das meistverkaufte Premium-Headset.
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Insgesamt ist Sonys PS4-exklusive „PlayStation VR“ mit geschätzten drei Millionen Verkäufen das meistverkaufte Premium-Headset.

PC-Gamer mit „Virtual Reality“-Ambitionen greifen bevorzugt zu Oculus Rift oder HTC Vive, um sich in die virtuelle Dimension zu beamen, PS4-Besitzer wiederum kaufen sich dafür ein „PlayStation VR“-Headset.

Nicht ganz so gut haben es die Xbox-Spieler: Mit der „Xbox One X“ hat Microsoft zwar ein ausreichend starkes Konsolen-System am Markt, trotzdem hat der Hersteller dem Medium bisher eine Absage erteilt.

Jetzt wollen US-Medien wie Cnet herausgefunden haben, dass der Konzern bereits an einem eigenen Headset gearbeitet, die Pläne dann aber wieder verworfen hat. Schuld seien angeblich die hohen Kosten drahtloser VR-Technologie gewesen: Offenbar will man sich für den VR-Ernstfall nicht wie Sony auf ein Modell mit fettem Kabelstrang verlassen, sondern dem Kunden gleich das komfortablere Drahtlos-Erlebnis bescheren. Auf dem PC-Markt ist diese Sorte VR schon jetzt Realität, allerdings schlagen die dafür nötigen Zusatz-Module mit um die 350 Euro zu Buche. Demnach würde ein XBox-exklusives und obendrein kabelloses VR-Headset gut und gerne 800 Euro kosten - mehr als die Konsole selbst.

Vielleicht ist dem Hersteller der Markt aber auch nach wie vor zu klein: Sony ist mit geschätzten drei Millionen PSVR-Verkäufen Marktführer - und selbst diese Zahl ist angesichts von 83 Millionen installierten PS4-Konsolen zu vernachlässigen. Selbst auf der Gamescom in Köln war von der VR-Euphorie vergangener Jahre nicht mehr viel zu spüren: Nennenswerte Software-Neuheiten gab es wenige, auch die Menge an Präsentations-Headsets ist deutlich zurückgegangen.

teleschau

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