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Bungie stoppt Lootbox-Verkauf in „Destiny 2“

Kommt künftig ohne den Verkauf von Lootboxen aus: Bungies Multiplayer-Shooter „Destiny 2“.
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Kommt künftig ohne den Verkauf von Lootboxen aus: Bungies Multiplayer-Shooter „Destiny 2“.

Die Zeit der unbeliebten Lootboxen scheint sich dem Ende zu neigen.

Darauf lässt zumindest eine Initiative von Shooter-Entwickler Bungie schließen. Der hat sich nun dazu entschlossen, die digitalen Ü-Eier fast vollständig aus dem Programm seiner Online- und Multiplayer-Ballerei „Destiny 2“ zu entfernen.

„Wir möchten, dass die Spieler wissen, was etwas kostet, bevor sie es kaufen“, schreibt Bungie im Firmenblog. „Bright Engrams erfüllen dieses Prinzip nicht, so dass wir sie nicht mehr im Eververse-Store verkaufen.“

Die „Bright Engrams“ oder „Glanz-Engramme“ zeigen ihren Inhalt nämlich - wie Lootboxen - erst dann, wenn man sie bereits gekauft hat. Und nicht selten offenbaren sie dann statt einer schicken Knarre oder Rüstung ein unnützes Emote. Pech gehabt.

Zugegeben: Engramme lassen sich in „Destiny 2“ nicht nur über den Echtgeld-Shop des Spiels kaufen, Sie winken auch als kostenloses Schmankerl beim Level-Aufstieg des Charakters. Dennoch sind sie bei „Destiny“-Spielern umstritten. Darum zieht Bungie jetzt die Konsequenzen und verbannt die Engramme mit dem Start der zehnten Spiele-Season am 10. März aus dem Spiel. Mit einer Ausnahme allerdings: Die Quasi-Lootboxen bleiben Bestandteil des Season-Passes, denn an dieser Stelle gehören sie zur kostenlosen Laufbahn der Spielfigur.

Schon seit einiger Zeit sind Hersteller damit beschäftigt, Lootboxen entweder aus ihren Angeboten zu entfernen oder sie gar nicht erst in neue Spiele einzubauen. Darunter vor allem Electronic Arts, dessen „Star Wars Battlefront 2“ zu den maßgeblichen Auslösern der weitgreifenden Lootbox-Diskussion gehörte. Weder die Raserei „Need for Speed: Heat“ noch das Singleplayer- und „Star Wars“-Abenteuer „Jedi: Fallen Order“ von Ende 2019 setzen auf die umstrittene Praxis. Entsprechend positiv reagierte die Community auf die Einsicht des Herstellers.

teleschau

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