Soziale Netzwerke

Bundeskartellamt: Facebook muss Datensammlung einschränken

+
Nach Ansicht des Bundeskartellamts missbraucht Facebook seine marktbeherrschende Stellung bei den sozialen Netzwerken.

Das Bundeskartellamt will die Sammlung und Verknüpfung von Nutzerdaten durch Facebook teilweise massiv einschränken.

Wie es in der entsprechenden Mitteilung heißt, sei Facebook auf dem deutschen Markt für soziale Netzwerke marktbeherrschend und missbrauche diese Position beim Sammeln und Verwerten von Daten. Demnach habe das Kartellamt Facebook nun „weitreichende Beschränkungen“ auferlegt.

So müsse es seinen Nutzern künftig eine Wahlmöglichkeit über das Sammeln ihrer Daten gestatten - sie sollen es also auch ablehnen können, dass Nutzerdaten über Facebook hinaus, etwa über Instagram und WhatsApp, gesammelt und anschließend verknüpft werden. Präsident Andreas Mundt erklärt hierzu: „Durch die Kombination von Daten aus der eigenen Website, konzerneigenen Diensten und der Analyse von Drittwebseiten erhält Facebook ein sehr genaues Profil seiner Nutzer und weiß, was sie im Internet machen.“

Facebook hat nun ein Jahr Zeit, die Forderungen umzusetzen. Nach vier Monaten muss der Konzern dem Kartellamt konkrete Vorschläge vorlegen, wie die Auflagen umgesetzt werden sollen. Die Kartellwächter hatten das Verhalten Facebooks zuvor drei Jahre lang geprüft. 2016 wurde das sogenannte „Verwaltungsverfahren“ eingeleitet. Bereits zweimal deutete Kartellamts-Präsident Andreas Mundt an, dass es Anzeichen für einen Missbrauch gebe - die Entscheidung kommt also nicht unerwartet. Facebook kündigte bereits an, juristisch gegen den Beschluss vorzugehen.

teleschau

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare