Umstrittene Glücksspiel-App

BPjM: Coin Master kommt nicht auf den Index

Die BPjM sieht Coin Master zwar kritisch - auf den Index kommt die umstrittene App aber trotzdem nicht
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Die BPjM sieht Coin Master zwar kritisch - auf den Index kommt die umstrittene App aber trotzdem nicht

Letztlich hat die umstrittene Glücksspiel-App Coin Master „keine jugendgefährdende Wirkung im Sinne des Jugendschutzgesetzes“.

Dies entschied die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM). Wie es in einer Mitteilung heißt, sehe die Behörde zwar eine Gefährdung von Kindern und Jugendlichen. Insbesondere gefährdeten die App und ähnliche Angebote „die persönliche Integrität von Kindern und Jugendlichen“, außerdem ergebe sich die „Förderung unrealistischer Glücksspielerwartungen“. Diese sogenannten Interaktionsrisiken seien jedoch durch das „maßgebliche Jugendschutzgesetz derzeit nicht erfasst und waren nicht Gegenstand der durchgeführten Verfahren“.

Coin Master wurde millionenfach in den App Stores heruntergeladen und ist eine der profitabelsten Apps überhaupt. So lassen sich Münzen durch „verschiedene Formen des simulierten Glücksspiels“ an virtuellen einarmigen Banditen verdienen - aber eben auch durch Echtgeld erwerben. Von einem „hierdurch getriggerten realweltlichen Verhalten“ kann laut BPjM jedoch „nicht mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit ausgegangen werden“.

Besonders bei Kindern und Jugendlichen ist Coin Master beliebt. Die Betreiber werben mit einflussreichen Prominenten wie Dieter Bohlen oder Pietro Lombardi. Das Prüfverfahren wurde nicht zuletzt durch einen TV-Beitrag des Satirikers Jan Böhmermann angestoßen, in dem er die Zuschauer der Sendung „Neo Magazin Royale“ aufforderte, einen Antrag bei der BPjM einzureichen.

teleschau

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