Rekordsumme

Bares für Rares: Dieses seltene Exemplar ist das teuerste Videospiel der Welt

Ein "Super Mario Bros. 3"-Spiel von 1990 brachte bei einer Auktion eine Rekordsumme von 156.000 Dollar ein.
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Ein „Super Mario Bros. 3“-Spiel von 1990 brachte bei einer Auktion eine Rekordsumme von 156.000 Dollar ein.

Mehr als ein paar Goldmünzen: Im Auktionshaus Heritage Auctions wurde ein Videospiel für die Rekordsumme von 156.000 Dollar (umgerechnet rund 132.000 Euro) versteigert.

Dabei handelte es sich um eine versiegelte Originalversion des NES-Titels „Super Mario Bros. 3“ aus dem Jahr 1990.

Das Besondere daran: Das Game war nicht nur in einem tadellosen Zustand, auch die Verpackung wies ein Detail auf, das Normalsterblichen vermutlich nicht einmal auffallen dürfte, aber zum enormen Wert beigetragen hat: „Außerordentlich selten sind versiegelte Exemplare, bei denen das Wort 'Bros.' links formatiert ist und dadurch einen von Marios charakteristischen weißen Handschuhen bedeckt“, erklärte Heritage Auctions.

Sammler hätten Jahre damit verbracht, nach einer solchen Version zu suchen - der frühesten in der Produktionsgeschichte von 'Super Mario Bros. 3' - und enden meist mit leeren Händen", so das Auktionshaus weiter.

20 Bieter waren demnach an der Auktion beteiligt. Das Startgebot lag bereits bei 62.500 US-Dollar und steigerte sich schnell auf die astronomische Summe. Über den Käufer wurde zunächst nichts bekannt.

In derselben Auktion wurde ein weiterer Rekord aufgestellt: Ein versiegeltes Exemplar von „Pokémon Rot“ wechselte für 84.000 Dollar den Besitzer - der höchste Preis, der je für ein „Pokémon“-Game bezahlt wurde.

Andere Raritäten

Das Aktionshaus sorgte bereits in der Vergangenheit für Aufsehen: So wurden im März 2020 rund 360.000 Dollar für ein echtes Unikat der Gaming-Geschichte erlöst. Damals unter dem Auktionshammer: der Prototyp der unter Kennern legendären „Nintendo PlayStation“. In Serie ging dieser Zeitzeuge der ebenso kurzen wie vergessenen Zusammenarbeit der beiden japanischen Entertainment-Riesen jedoch nie.

Sony entwickelte einst für Nintendo ein CD-ROM-Laufwerk für das SNES. Im Gegenzug gewährte Nintendo dem Partner, eine eigene Multimedia-Konsole zu kreieren, die mit SNES-Modulen kompatibel sein sollte. Sowohl die SNES-CD-ROM-Version als auch die PlayStation-Konsole von Sony wurden als eigenständige Produkte beider Marken 1989 offiziell angekündigt. Dann aber entzweiten sich die beiden Unternehmen, da Sony auf Lizenzrechten an den für CD-ROM produzierten Spielen bestand. Das tragische Ende der kurzen Liaison: Von den 200 Prototypen wurden vermutlich 199 zerstört - das letzte verbliebene Exemplar wurde versteigert.

teleschau

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