Konkurrenz für „Fortnite“ und „PUBG“?

Amazon startet mit Multiplayer-Ballerei „Crucible“ durch

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Startet mit zehn interessanten Figuren durch: Amazons Online-Schießbude „Crucible“.

Dass der Versand- und Service-Riese Amazon kräftig im Spielegeschäft mitmischen will, ist schon seit einigen Jahren bekannt.

Bislang ist es bei der Ansage geblieben. Jetzt bringt der Konzern sein erstes ernstzunehmendes Game im Stellung - und das soll vor allem Multiplayer- und Battle-Royale-Schlachten wie „Fortnite“ Kokurrenz machen.

Das knallbunte Free-to-Play-Spiel „Crucible“ startet mit immerhin zehn unterschiedlichen Charakteren und drei Spielmodi durch. Letztere sind allerdings überwiegend Team-basiert: Bei „Herzstück der Schwärme“ gehen zwei Vierer-Teams aufeinander los, während bei „Alphajäger“ acht Zweier-Mannschaften das Feuer eröffnen und im „Erntemaschinenkommando“ zwei acht Mann starke Crews die auf der Map verteilten Maschinen erobern, um sie anschließend zu verteidigen.

Schade: Zum Start muss „Crucible“ mit gerade mal einer Map auskommen, außerdem können die fast schon frustrierend langen Lebensleisten der Helden für lange Gesichter sorgen. Schnelle Siege sind auf diese Weise kaum möglich. Tatsächlich fühlt sich das auf behutsames Taktieren ausgelegte „Crucible“ wie eine Mixtur aus „Fortnite“, Blizzards „Overwatch“ und dem MOBA-Spiel „League of Legends“ an: Flinke Reflexe sind ebenso wichtig wie eine instinktive Kenntnis der individuellen Charakterfähigkeiten und deren zielgerichteter, strategisch cleverer Einsatz.

Zu viel des Guten

Mögliches Problem: Wegen der stattlichen Anzahl an Charakteren, mit denen „Crucible“ durchgestartet ist, könnte sich manch ein Spieler anfangs überfordert fühlen. Auch die Konfrontation mit den ebenfalls über die Map wuselnden Monstern macht derzeit noch keinen runden Eindruck: Die Kreaturen sind zwar eine (wenn auch überschaubare) Bedrohung, allerdings macht sich ein Sieg über sie nicht wirklich bemerkbar - es gibt keine angemessenen Belohnungen dafür, dass man sich mit ihnen anlegt.

Immerhin: „Crucible“ ist kostenlos, erfrischend abwechslungsreich und sieht toll aus. Auch, wenn derzeit leider nur PC-Spieler in den Genuss kommen.

teleschau

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