SETI@home

Alien-Suche auf Privatrechnern wird nach 20 Jahren eingestellt

Private Rechenpower für die Suche nach außerirdischem Leben. Nach 20 Jahren ist damit nun Schluss. (Symbolbild)
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Private Rechenpower für die Suche nach außerirdischem Leben. Nach 20 Jahren ist damit nun Schluss. (Symbolbild)

Wehmut bei vielen Hobby-Astronomen: Das Projekt SETI@home für die Suche nach außerirdischem Leben wird Ende des Monats eingestellt.

Dies teilten die Verantwortlichen der Berkeley-Universität mit. Demnach werde die Software Ende März die Verteilung der Daten beenden und anschließend in den Ruhezustand versetzt. Letztlich habe man alle derzeit benötigten Daten bereits analysiert, hieß es zur Begründung. Zudem entstehe durch die Verwaltung der empfangenen Daten viel Arbeit. Diese Zeit benötigen die Forscher jedoch für die Fertigstellung der Analysen und die Veröffentlichung eines Papers in einer Fachzeitschrift.

SETI steht für „Search for Extraterrestrial Intelligence“ (Suche nach außerirdischer Intelligenz). Mithilfe von „Distributed Computing“ (verteiltes Rechnen) kann über SETI@home jeder den eigenen Rechner in den Dienst der Wissenschaft stellen. Ein Programm nutzt dafür ungenutzte Rechenkapazität, um Signale extraterrestrischer Herkunft zu finden.

Insgesamt war SETI@home ein großer Erfolg und ist die wohl bekannteste Anwendung des verteilten Rechnens. Bereits nach zwei Jahren hatten drei Millionen Nutzer das Programm installiert. Durch die vielen Teilnehmer konnte SETI@home außergewöhnlich hohe Rechenleistung nutzen. Zwar fanden Millionen Prozessoren keine Signale, die auf außerirdischen Leben hindeuten. Jedoch konnten einige Punkte am Firmament identifiziert werden, die genauer untersucht werden müssen.

Die Suche nach Außerirdischen durch verteiltes Rechnen könnte allerdings weitergehen: Wie die Verantwortlichen betonten, verschwinde das Projekt nicht einfach. Andere Astronomen der Universität könnten es für SETI oder andere Forschungen reaktivieren.

teleschau

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