Clever oder nervig

Skurrile Fragen in Vorstellungsgesprächen sind tiefgründiger als viele denken

Manche Fragen in Vorstellungsgesprächen bringen Bewerber zum Grübeln.
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Manche Fragen in Vorstellungsgesprächen bringen Bewerber zum Grübeln.

Wer einen Job sucht, bereitet sich auf Bewerbungsgespräche akribisch vor. Für Personaler kann das langweilig werden und deshalb stellen sie gerne mal absurde Fragen. Allerdings nicht zum Spaß.

  • Immer öfter stellen Personaler skurrile Fragen.
  • Damit sollen Bewerber aus der Reserve gelockt werden.
  • Für Bewerber gilt: ruhig bleiben.

Was sind Ihre Stärken, wo sehen Sie Ihre Schwächen? Diese Fragen haben Personaler und Bewerber schon zig-mal gehört, genauso wie die mittlerweile standardisierten Antworten. Reine Zeitverschwendung also, wenn man den Bewerber richtig kennenlernen will. Daher gehen viele Unternehmen einen anderen Weg und streuen in Vorstellungsgespräche* gerne mal kuriose und skurrile Fragen ein.

Vorstellungsgespräch: Schluss mit Standardfragen und -antworten

"Ein Pinguin mit einem Sombrero betritt den Raum. Was sagt er und warum ist er hier?" Diese Frage lässt einen potentiellen Mitarbeiter erstmal staunen. Was antwortet man darauf? Ein Patentrezept gibt es nicht, und schon gar keine richtige Antwort. Vielmehr geht es um Schlagfertigkeit. Mit solchen ungewöhnlichen Fragen wollen Personaler die starren und oftmals eingeübten Antworten von Bewerbern vermeiden und sie aus der Reserve locken.

Mit geschickt formulierten Fragen lassen sich auch Antworten aus Bewerbern herauskitzeln, die diese vielleicht gar nicht wirklich geben wollten. Auf die bereits erwähnte Frage nach Stärken und Schwächen* haben viele Menschen bereits eine Standardantwort. Spontanere und ehrlichere Antworten erhalten Personaler wahrscheinlich eher mit Frage wie: "Was kritisiert Ihre Freundin an Ihnen?" oder "Welches Lied beschreibt am ehesten Ihre Einstellung zur Arbeit?", wie das Job-Portal Monster.de schreibt.

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Vorstellungsgespräch: Bei absurden Fragen kühlen Kopf bewahren

Fragen, die auf den ersten und zweiten Blick völlig absurd klingen, stellen Personaler nicht ohne Hintergedanken. Auf die Frage "Wie viele Quadratmeter Pizza essen die Amerikaner jedes Jahr?" erwartet niemand die korrekte Antwort in einem Bewerbungsgespräch. Vielmehr wird getestet, wie der mögliche neue Mitarbeiter ungewohnte Probleme angeht und wie kreativ er dabei ist.

Das Wichtigste für Bewerber ist: ruhig und gelassen bleiben. Lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen und bleiben Sie schlagfertig. Personaler wollen in Vorstellungsgespräche herausfinden, ob Sie zum Unternehmen und vor allem ins Team passen. Das ist auch für Sie als neuer Mitarbeiter von Vorteil.

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anb

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