Karriere

Psychologe: Darum landen unfähige Männer in Führungspositionen

Wer hat im Büro das Sagen?
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Wer hat im Büro das Sagen?

Warum auch inkompetente Menschen gern mal in der Chefetage landen, erklärt ein Psychologe mit Eigenschaften, die er vor allem Männern zuschreibt.

  • Ein Psychologe erklärt, warum Männer, die nicht kompetent sind, trotzdem in Führungspositionen landen.
  • Sie hätten häufiger als Frauen überzogene Vorstellungen ihres eigenen Talents.
  • Was gerade das bei der Karriere bewirken kann, erklärt ein Organisations-Psychologe. 

Führungsposition im Job? Psychologen erklären, warum auch unfähige Mitarbeiter dort landen

Chef oder Chefin sein ist nicht immer einfach, keine Frage. Warum gerade männliche Mitarbeiter manchmal trotzdem in Führungspositionen landen, die nüchtern betrachtet nicht unbedingt zu den kompetentesten zählen, erklärt der Organisationspsychologe Tomas Chamorro-Premuzic einem Bericht des Business Insider zufolge so: "Männer haben häufiger als Frauen eine falsche, überzogene Vorstellung ihres eigenen Talents."

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Karriere: Dunning-Kruger-Effekt in der Psychologie spielt eine Rolle

Gemeint ist der sogenannte Dunning-Kruger-Effekt, den die Psychologen Justin Kruger und David Dunning von der Cornell University 1999 in einer Studie entdeckt haben. In der Untersuchung wiesen sie nach, dass Menschen mit wenig ausgeprägten Kompetenzen dazu neigen, ihre Kompetenzen zu überschätzen. Sie seien nicht in der Lage, ihre Inkompetenz zu erkennen und glaubten vielmehr, dass sie anderen überlegen seien - gepaart mit einem stark ausgeprägten Selbstbewusstsein.

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Karriere machen im Job? Psychologen nennen mögliche Faktoren

Der Nebeneffekt ist den Erklärungen von Psychologen zufolge, dass gerade diese Menschen eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, Karriere* zu machen. Businessinsider zitiert dazu den Organisationspsychologen Tomas Chamorro-Premuzic, der es so ausdrückt: "Der beste Weg, andere Menschen davon zu überzeugen, dass man besser ist als in Wirklichkeit, ist, sich erst mal selbst zu täuschen." Denn Menschen falle es schwer, zwischen Selbstbewusstsein und Kompetenz zu differenzieren. Und nicht nur das: "In verschiedenen Kulturen und Ländern neigen wir dazu, anzunehmen, dass selbstbewusste Menschen ein höheres Potential für eine Führungsposition haben."

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Psychologe zu Führungsposition im Job: Chefs sollten keine Narzissten sein

Nicht nur im echten Leben, sondern zum Beispiel auch in TV-Serien behaupten sich oft typischerweise Männer als Chefs. Sie wirken oft charismatisch und unterhaltsam, was eine gewisse Wirkung ausübt. Der Psychologe weiß jedoch, dass die besten Führungskräfte eher bescheiden seien, heißt es weiter in dem Bericht.

Warum unfähige männliche Mitarbeiter* trotzdem öfter in Führungspositionen landen würden, erklärt der Psychologe dem Bericht zufolge aber auch mit der Anziehungskraft, die narzisstische Persönlichkeiten auf andere Menschen ausüben würden. Der Organisationspsychologe weiß es besser: Die besten Führungskräfte seien jene, die ihren "Narzissmus im Zaun" halten würden, zitiert der Business Insider den Experten. Andere Menschen seien den besten Chefs sehr wichtig - und auch, was andere von ihnen halten.

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ahu

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