Kleiderordnung

Dresscode im Büro: Darf der Chef sogar die Unterwäsche bestimmen? 

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Darf der Chef sogar bei der Unterwäsche des Angestellten ein Wörtchen mitreden?

Nicht immer darf man in Unternehmen tragen was man möchte, denn gelegentlich gibt es einen Dresscode. Doch wie weit dürfen Kleidungsvorschriften gehen?

Casual, Business casual oder Business formal sind nur einige wenige Beispiele von Begriffen, mit denen Sie am Anfang Ihres Karrierewegs in einem neuen Unternehmen konfrontiert werden könnten. Während einige dieser Kleiderordnungen lockerer gehalten sind und viel Spielraum für Variation in der Auswahl der täglichen Garderobe lassen, sind andere wesentlich strenger gehalten. In manchen Berufen ist sogar eine Einheitskleidung Pflicht.

Manch einer mag sich von strikteren Regelungen in seiner Individualität eingeschränkt fühlen, sodass sich letztendlich die Frage stellt, was ein Arbeitgeber alles vorschreiben kann. Darf der Chef in manchen Fällen sogar bei der Unterwäsche ein Wörtchen mitreden?

Gesetzliche Regelung: Was darf der Arbeitgeber vorschreiben?

Kleidung auf der Arbeit ist ein heikles Thema, denn man kann mit der Wahl des Outfits manchmal mehr falsch machen, als es einem bewusst ist. Besonders in der brütenden Sommerhitze stellt sich oft die Frage, wie man sich am besten kleiden sollte, um Professionalität aufrechtzuerhalten. Manche Studien wollen sogar herausgefunden haben, dass bestimmte Kleidung einen Einfluss auf den Erfolg im Beruf hat.

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Welche Voraussetzungen müssen nun aber für einen konkreten Dresscode bestehen? Wie das Ratgeber-Portal aktiv in einem Gespräch mit Nathalie Oberthür, Fachanwältin für Arbeits- und Sozialrecht aus Köln, erfahren hat, muss ein berechtigtes Interesse eine Grundlage bilden. Dazu zählen beispielsweise Hygiene- oder Sicherheitsbedingungen, die eine bestimmte Kleidung voraussetzen. Verbindliche Betriebsvereinbarungen mit Regelungen zur Kleidung sind ebenfalls denkbar. In einigen Fällen wollen Unternehmen aber auch ein klares, einheitliches Erscheinungsbild aufrechterhalten - was auch vielmals als Begründung für Vorschriften hervorgebracht wird.

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Darf der Chef sogar die Unterwäsche bestimmen?

Kleidungsvorschriften können weitreichend sein und bei ausreichender Begründung sogar die Unterwäsche betreffen. Dies ist der Fall, sobald sie beispielsweise durch die Einheitskleidung zu sehen ist und das von dem Unternehmen gewünschte Erscheinungsbild beeinträchtigt. Ein Weglassen der Unterwäsche könnte wiederum gegen Hygienevorschriften verstoßen, sofern vom Arbeitgeber gestellte Uniformen verschmutzt werden.

In den aller meisten Fällen haben die Vorgesetzten jedoch kein Mitspracherecht, wenn es um Details wie die Unterwäsche geht.

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soa

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