Warnzeichen wahrnehmen

Entlassungswelle: Erkennen Sie sie - und entkommen Sie ihr mit diesen Tricks

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Je eher Sie die Anzeichen einer drohenden Entlassung erkennen, desto mehr Zeit haben Sie, darauf zu reagieren.

Der Jobboom in Deutschland neigt sich dem Ende zu. Ob auch Sie Gefahr laufen, Ihren Job zu verlieren, erkennen Sie an diesen Warnzeichen - doch Sie können kämpfen.

Sind Sie einer der Glücklichen mit einer Festanstellung? Das verschafft Ihnen bestimmt ein gewisses Gefühl von Sicherheit, nicht wahr? Doch auch wenn wir es uns wünschen - das bedeutet nicht, dass Sie unkündbar sind. Vor einem Stellenabbau in großem Stil ist niemand gefeit. Doch diese Entwicklung ist vorhersehbar, wenn Sie die Warnzeichen erkennen. Und Sie können ihr sogar entgegensteuern und dafür sorgen, dass Sie Ihren Job behalten.

Je früher, desto besser

Je eher Sie die Anzeichen einer drohenden Entlassung erkennen, desto mehr Zeit haben Sie, darauf zu reagieren, schreibt das Online-Portal Karrierebibel.de. Sie können Ihre Leistung verbessern und sich parallel sogar schon mal nach einer neuen Arbeitsstelle umsehen. Wenn Sie bei der Entlassung bereits einen neuen Job gefunden haben, vermeiden Sie eine Lücke in Ihrem Lebenslauf.

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Dies sind die Warnzeichen, die Ihnen ins Auge springen sollten:

1. Das Unternehmen steckt in einer Krise. Die Auftragslage wird schlechter, Kunden springen ab, das Unternehmen schreibt rote Zahlen. Hält dieser Zustand länger an, wissen Sie, was Sache ist.

2. Ihr Unternehmen fusioniert oder wird verkauft. Bei einer Fusionierung wird fast immer ein Teil der Belegschaft überflüssig - wie wenn man zwei voll eingerichtete Küchen zusammenführt: Kaum jemand braucht zwei Toaster - so wie auch keine Firma zwei Finanzabteilungen braucht.

3. Es gibt Gerüchte. Natürlich sollten Sie nicht allem glauben, was die Gerüchteküche kocht, doch in diesem Fall sollten Sie hellhörig werden. Denn fast immer sickern Informationen irgendwie nach unten durch. Wenn die Gerüchte mit den anderen Warnzeichen zusammenfällt, ist vermutlich etwas dran.

4. Sie haben Probleme mit Ihrem Chef. Ist er mit Ihren Arbeiten nie zufrieden? Scheint er andere zu bevorzugen? Gibt es öfter mal Meinungsverschiedenheiten? Dann seien Sie darauf gefasst, dass Sie bei einer Entlassungswelle als einer der Ersten an der Reihe sind - auch wenn das nicht von Professionalität zeugt.

5. Informationen dringen nicht mehr zu Ihnen durch. Kommen manche Neuigkeiten und Informationen erst mit Verspätung bei Ihnen an? Dann könnte dies bedeuten, dass Sie schön langsam aus dem Arbeitsablauf abgezogen werden.

6. Andere Kollegen wurden bereits entlassen. Einzelne Kündigungen verheißen nicht immer gleich eine ganze Welle, doch auch hier gilt: Wenn sie mit den anderen Warnzeichen zusammenfallen, können Sie sich auf eine Entlassungswelle gefasst machen.

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Und so können Sie der Entlassungswelle entkommen:

1. Übernehmen Sie Zusatzaufgaben. Eigentlich nur logisch: Je unentbehrlicher Sie werden, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie entlassen werden. Außerdem signalisieren Sie Ihren Vorgesetzten, dass man in einer Krisensituation auf Sie zählen kann.

2. Früh netzwerken. Knüpfen Sie schon vor einer drohenden Krise gute Kontakte, um zum Beispiel über Jobalternativen auf dem Laufenden zu sein. Sorgen Sie dafür, dass man Ihre Fähigkeiten in der Branche kennt.

3. Intern umorientieren. Sehen Sie sich innerhalb Ihres Unternehmens nach dringend zu besetzenden Stellen um, in denen Sie Ihre Fertigkeiten ebenfalls ausüben können.

4. Verzichten Sie auf Gehalt. Es klingt unglaublich, kann aber helfen. Je teurer ein Mitarbeiter sein Unternehmen kommt, desto gefährdeter ist seine Position in schlechten Zeiten, wo Kosten gespart werden müssen. Deshalb können Sie auch in guten Zeiten auf die Gehaltserhöhung verzichten, denn mit ihr müssen Sie auch stets beweisen, dass Sie das, was Sie verdienen, auch wert sind.

Diese Strategien folgen allerdings dem Grundsatz "Mach deinem Arbeitgeber wenig Mühe, arbeite mehr, koste weniger, dann behältst du deinen Job", die das Online-Portal Karrierebibel.de schreibt. Für diesen Weg brauchen Sie eine defensive Grundhaltung. Und wird der Job anschließend trotzdem gestrichen, war alle Mühe für die Katz.

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vro

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