Arbeitsrecht

Corona: Darf mein Chef den Kollegen verraten, dass ich Covid-19 habe?

Ein Mundschutz liegt auf Herbstlaub.
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Im Herbst steigen die Corona-Infektionen rasant an. Doch darf der Vorgesetzte einen Erkrankten mit Covid-19 namentlich nennen?

Wenn ein Mitarbeiter an Covid-19 erkrankt, müssen im Betrieb Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Doch darf der Chef mitteilen, wer genau sich mit dem Corona-Virus infiziert hat?

Die Corona-Pandemie* fordert alle heraus – sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber. Bereits beim Verdacht auf eine Covid-19 Infektion bei einem Mitarbeiter, sollte dieser umgehend nach Hause geschickt werden, rät die Deutsche gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). Bestätigt sich dann die Diagnose, müssen Kontaktpersonen identifiziert, Betriebsräume gut gelüftet und Arbeitsflächen wie Schreibtische, Tastaturen oder Telefone gründlich gereinigt oder desinfiziert werden. Der erkrankte Mitarbeiter selbst muss 14 Tage in häusliche Quarantäne. Ob er dann auch eine Krankschreibung erhält, erfahren Sie hier.

Doch bei aller Vorsicht: Darf der Vorgesetzte anderen Kollegen oder gar dem ganzen Betrieb mitteilen, welcher Mitarbeiter an COVID-19 erkrank ist?

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Corona: Erkrankte Mitarbeiter sollten nie namentlich genannt werden

Laut Stefan Brink, dem Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit in Baden-Württemberg, sollte dies jeder Vorgesetzte gründlich abwägen. Zwar müssten Kontaktpersonen - etwa Kollegen, die im selben Büro zusammensitzen - gefunden, informiert und eventuell isoliert werden. Doch „enttarnte“ Covid-19 Patienten laufen Gefahr, dass Sie längerfristig stigmatisiert werden. Deshalb sollten Chefs es unbedingt vermeiden, den Namen des erkrankten Angestellten zu nennen, oder die Gesundheitsbehörden um Unterstützung bitten.

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Eine Ausnahme erlaubt Covid-19 Patienten zu enttarnen

Doch es gibt eine Ausnahme: “Wenn Kollegen nur durch Namensnennung geschützt werden könnten“, sei eine Namensnennung gestattet, zitiert das Rechtsportal e-recht24.de den Datenschutzexperten (as) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks.

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Sieben Motivationskiller im Job, die jeder kennt

Die meisten Mitarbeiter arbeiten eigentlich gerne. Trotzdem schaffen es viele Chefs immer wieder, selbst hochmotivierte Angestellte zu frustrieren. Diese Motivationskiller kennt fast jeder aus seinem Job:
Wer seine Mitarbeiter und ihre Bemühungen nicht wertschätzt, sie sogar immer wieder herunterputzt, frustriert statt zu motivieren. Hin und wieder ein Lob kann dagegen ungemein beflügeln.
Kommunikation ist alles - das gilt besonders im Job. Wenn Entscheidungen nur spärlich kommuniziert oder wichtige Informationen vorenthalten werden, fühlen sich Mitarbeiter nicht ernst genommen. Außerdem entstehen so Fehler im Arbeitsablauf, die nicht nötig wären.
Versagensangst lähmt und blockiert. Was für Mitarbeiter schon schlimm genug ist, befeuern viele Vorgesetzte noch mit herber Kritik. Dabei kann aus Fehlern das gesamte Team etwas lernen.
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