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Bewerbung: Was Sie über Ihren alten Chef ruhig sagen dürfen - und was nicht

Ein schrecklicher Chef ist oft der Grund, warum Mitarbeiter den Job wechseln.
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Ein schrecklicher Chef ist oft der Grund, warum Mitarbeiter den Job wechseln.

Ihr alter Chef war ein Tyrann und Sie wollen das beim Bewerbungsgespräch unbedingt los werden? Das dürfen Sie auch - aber nach Maß.

Wer zum Bewerbungsgespräch eingeladen wurde, der muss sich auch auf Fragen zu seinem alten Chef einstellen. Denn viele Arbeitgeber sind erpicht darauf zu erfahren, was Jobsuchende über ihren Vorgesetzten ausplaudern. Bewerber, die wahre Lästertiraden vom Zaun brechen, sind jedoch nicht gerne gesehen.

Wer seinen Job wechselt, weil er es bei seinem alten Arbeitgeber einfach nicht mehr aushält, darf aber ruhig von seinen schlechten Erfahrungen berichten. Schließlich hat schon jeder negative Dinge im Job erlebt. Doch aufgepasst: Der Ton macht hier die Musik!

Punkt 1: Seien Sie ehrlich und objektiv

"Wenn Sie nach einem schlechten Arbeitgeber gefragt werden, sollten Sie ehrlich sein, aber es nicht übertreiben", empfiehlt Jobexpertin Heather Huhman auf dem Karriere-Portal Glassdoor. Berichten Sie ruhig von Ihren Erfahrungen, erzählen Sie aber nur so viel wie nötig. Bleiben Sie dabei aber immer objektiv, statt emotional zu werden. Wer über die Fehler des Chefs oder Kollegen wettert, wirkt schnell verbittert oder kindisch und hinterlässt dabei einen schlechten Eindruck beim Gesprächspartner.

Lesen Sie auch: Dieses Wort im Bewerbungsgespräch outet Sie als "Low-Performer".

Punkt 2: Wandeln Sie negative Erfahrungen in positive um

Aus jeder schlechten Erfahrung im Job kann man etwas lernen - und das sollten Sie im Bewerbungsgespräch auch zeigen. Ihr Chef hat bei der Schichtplanung nie Ihre Familiensituation berücksichtigt? Dann erzählen Sie, wie Sie gelernt haben, Ihr Privatleben trotzdem gut zu organisieren, schlägt Huhman vor. Ihr neuer Arbeitgeber wird beeindruckt sein, wenn Sie selbst der schwierigsten Situation noch etwas Positives abgewinnen können.

Punkt 3: Sagen Sie auch, was Ihnen am alten Job gefallen hat

Vergessen Sie bei allen negativen Erfahrungen aber nicht, über die schönen Seiten Ihres Jobs zu berichten. Statt zu jammern, sollten Sie laut der Expertin lieber deutlich machen, was Sie an Ihrem alten Arbeitsplatz bereits erreicht haben und wo Sie noch hin wollen - etwa mehr Verantwortung übernehmen.

Sprechen Sie auch darüber, was Sie sich von Ihrem neuen Job erhoffen. So weiß Ihr potentieller neuer Chef gleich, welche Erwartungshaltung Sie haben und Sie stellen sicher, dass der neue Job besser wird als der alte.

Mehr zum Thema: Bewerbungsgespräch: Typische Fragen, Tipps und No-Gos.

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Von Andrea Stettner

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

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