Kritik, nein danke

Gehören Sie dazu? Diese Personen sollen im Beruf am kritikunfähigsten sein

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In Gesprächen mit den Kollegen wird oft Kritik geäußert - doch nicht jeder kann damit umgehen.

Kritik kann im Job nicht jeder gut aufnehmen. Laut einer Studie soll eine Personengruppe aber besonders viele Schwierigkeiten mit kritischen Kommentaren haben.

  • Eine Studie einer englischen Universität setzte sich mit Emotionen am Arbeitsplatz auseinander.
  • Diese kam zu einem überraschenden Ergebnis: Eine Personengruppe soll besonders emotional im Job sein.
  • Das hängt unter anderem mit Kritikunfähigkeit zusammen.

Fast jeder Mensch wurde auf der Arbeit schon einmal kritisiert. Derartige Kommentare äußern Vorgesetzte, Kollegen oder auch Kunden. Obwohl Kritik häufig gut gemeint ist und Verbesserungsvorschläge beinhaltet, kann nicht jeder gut damit umgehen. Laut einer Studie soll eine Personengruppe sogar ganz besonders empfindlich sein, wenn es um kritische Meinungen geht.

Diese Emotionen bestimmen den Arbeitsalltag

Eine Studie der Anglia Ruskin University in Cambridge, England untersuchte in Zusammenarbeit mit dem Karriere-Portal Totaljobs, welche Emotionen den Arbeitsalltag maßgeblich bestimmen. Dazu wurden 2.250 Arbeitnehmer und Manager befragt. Sechs Emotionen sollen demnach ganz besonders präsent im Arbeitsleben sein, zu denen Freude, Überraschung, Wut, Trauer, Ekel und Angst zählen.

Doch sind es immer die Arbeitsaufgaben, die diese Gefühle hervorrufen? Tatsächlich nicht, denn die Studie bestätigt, dass in einem von drei Fällen die Kollegen* Emotionen auslösen. In nur zwei von zehn Situationen sind die Herausforderungen verantwortlich, die Arbeitnehmern tagtäglich begegnen.

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Emotionale Personengruppe: Diese Menschen sollen am kritikunfähigsten sein

Insbesondere eine Personengruppe soll dabei ganz besonders empfänglich für die genannten Emotionen sein: Männer, und das sogar mehr als zweimal so häufig wie Frauen. Dafür werden in Rahmen der Studie mehrere Gründe genannt, zu denen unter anderem eine höhere Kritikunfähigkeit zählt:

  • Männer sollen 1,6 Mal kritikunfähiger als Frauen sein
  • Männer sollen 2,4 Mal emotionaler als Frauen sein, sobald deren Vorschläge keine Anerkennung finden
  • Männer sollen 2,5 Mal emotionaler bei Streitereien reagieren als Frauen

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Lediglich in einem Punkt überholen Frauen die Männer: Laut den Studienergebnissen sollen diese zu 25 Prozent emotionaler auf stressige und frustrierende Situationen* reagieren.

Doch sollten Emotionen auf der Arbeit überhaupt gezeigt werden? 40 Prozent sind der Meinung, dass sie nicht versteckt werden dürfen. Für 46 Prozent ist das situationsabhängig, während es 12 Prozent ablehnen, ihren Emotionen freien Lauf zu lassen. Zwei Prozent können dagegen keine Angabe machen, da sie selbst niemals emotional auf der Arbeit wurden.

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soa

In diesen Berufen arbeiten die glücklichsten Menschen

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