Heftiges Erbrechen und Durchfall

FPIES: Was Sie über die seltene Nahrungsmittelallergie wissen müssen

Ein traurig aussehender Junge liegt im Arm seiner Mutter und schaut in die Kamera (Symbolbild)
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Ist das Kind schlapp, müde und hat mehrfach erbrochen, denken viele Eltern an einen Magen-Darm-Infekt. Es kann aber auch eine spezielle Form der Nahrungsmittelallergie dahinterstecken.(Symbolbild)

Ist das Kind schlapp, müde und hat mehrfach erbrochen, denken viele Eltern zunächst an einen Magen-Darm-Infekt. Es kann aber auch eine spezielle Form der Nahrungsmittelallergie (FPIES) dahinterstecken. Welche Symptome darauf hindeuten und wie sich die Krankheit behandeln lässt.

Berlin – Müssen Kinder einige Stunden nach dem Essen heftig erbrechen und werden die Beschwerden von weiteren Symptomen begleitet, kann es sich um eine eher unbekannte Form der Nahrungsmittelallergie handeln, dem so genannten Food Protein-Induced Enterocolitis Syndrom (FPIES).* Neben exzessivem Erbrechen ist die Krankheit in einigen Fällen auch durch wässrig-blutige Durchfälle gekennzeichnet. Manchmal treten auch Kreislaufprobleme auf.

Nach Angaben des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) sind vor allem Säuglinge und Kleinkinder von FPIES betroffen. Oft treten erste Symptome auf, wenn die erste Beikost eingeführt wird. In etwa 50 Prozent der Fälle ist Kuhmilch der Auslöser. Prinzipiell kann ein FPIES immer ein medizinischer Notfall sein, der eine stationäre Aufnahme des Kindes nötig macht. Um Beschwerden vorzubeugen, hilft nach Angaben der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) langfristig nur eines: den Auslöser zu meiden. Eine geschulte Ernährungsberatung kann der Familie helfen, die Ernährung umzustellen, ohne dass es zu einer Mangelernährung kommt. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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