Vaxzevria

Wann treten beim Corona-Impfstoff von Astrazeneca Nebenwirkungen auf?

Ein Pfleger bereitet eine Dosis des Impfstoffes von Astrazeneca vor.
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Leichte Impfreaktionen sind bei den Corona-Impfstoffen normal.

Das Corona-Vakzin Vaxzevria von Astrazeneca wird nach weiteren Thrombose-Fällen vorerst nur noch an über 60-Jährige verimpft. Aber wann treten Nebenwirkungen auf?

Seit seiner Zulassung in Deutschland hat der Impfstoff von Astrazeneca für ein Wechselbad der Gefühle gesorgt. Nachdem den Impfstoff zunächst nur Personen, die unter 65 Jahre alt sind, erhielten, weil es nicht genügend Daten zu älteren Impflingen gab, hat die Ständige Impfkomission (STIKO) seine Empfehlung nun erneut angepasst – ab sofort soll das Vakzin, das nun Vaxzevria heißt, in erster Linie bei Über-60-Jährigen angewendet werden*. Hintergrund sind mehrere Fälle von Hirnvenenthrombosen bei jüngeren Personen nach der Impfung.

Corona-Vakzin von Astrazeneca: Wann treten Nebenwirkungen auf?

Zunächst muss zwischen Impfreaktionen und Nebenwirkungen unterschieden werden, wie das Bundesgesundheitsministerium auf seiner Webseite informiert. Impfreaktionen treten direkt im Anschluss an die Impfung auf und sind meist nach einem Tag wieder verschwunden. Sie zeigen, dass das Immunsystem des Körpers auf den Impfstoff reagiert und sind unbedenklich. Nebenwirkungen hingegen können mit vier bis 16 Tagen Abstand zur Impfung auftreten. Diese sollten sofort dem Arzt gemeldet werden.

Welche Nebenwirkungen treten bei der Impfung mit dem Astrazeneca-Vakzin auf?

Die Impfungen mit dem Vakzin von Astrazeneca wurden im März kurzzeitig ausgesetzt, nachdem vermehrt Blutgerinnsel der Hirnvenen im zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung aufgetreten sind. Ob tatsächlich eine Verbindung zwischen der Vaxzevria-Impfung und einer Sinusvenen-Thrombose besteht, wird derzeit noch geprüft. Bis Montagmittag (29. März) wurden dem Paul-Ehrlich-Insitut (PEI) 31 solcher Fälle gemeldet. Wie der WDR berichtet, wurde in 19 Fällen außerdem ein Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) festgestellt. Bis auf zwei Fälle handelte es sich bei allen Betroffenen um Frauen im Alter von 20 bis 63 Jahren. Neun der Patienten sind verstorben.

Das Risiko einer derartigen Nebenwirkung sei bei 1:100.000 insgesamt relativ gering, wie Bernd Salzberger, Leiter der Infektiologie an der Uniklinik Regensburg und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, laut deutschlandfunkkultur.de erklärt. Da für einige Gruppen wie jungen Frauen die Wahrscheinlichkeit einer Thrombose höher liege, mache es aber Sinn, Jüngere nicht mehr mit diesem Vakzin zu impfen.

Dennoch kann Vaxzevria auf eigenen Wunsch und nach ausführlicher Aufklärung auch an Jüngere verimpft werden, wie es auf der Webseite des Bundesgesundheitsministerium heißt. Der Einsatz des Impfstoffes liege im ärztlichen Ermessen.

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Sind Kopfschmerzen nach der Astrazeneca-Impfung ein Indiz für eine Sinusvenen-Thrombose?

Kopfschmerzen nach einer Corona-Impfung sind laut Experten der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) eine sehr häufige Nebenwirkung, die in der Regel bald wieder verschwinden. Daher müssen sich Betroffenen in der Regel keine Sorgen machen. Nur wer in den ersten zwei bis drei Wochen nach der Impfung über mehrere Tage neuartige und ungewöhnlich starke Kopfschmerzen bemerkt, die sich mit üblichen Schmerzmitteln nicht lindern lassen, sollte sich um eine weiterführende Diagnostik kümmern. Ein Hinweis auf einen Mangel an Blutplättchen können kleine, punktförmige Einblutungen in die Haut, vor allem bei Armen und Beinen, sein. Bei solchen und weiteren Symptomen wie Kurzatmigkeit, Schmerzen in Brust oder im Magen, Schwellung oder Kältegefühl in einem Arm oder Bein oder anhaltenden Blutungen sollten Betroffene laut der Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) sofort einen Arzt aufsuchen.

Astrazeneca: Das sind die häufigsten Impfreaktionen auf Vaxzevria

Zu üblichen Reaktionen auf eine Impfung mit dem Vektor-basierten Impfstoff Vaxzevria gehören laut Robert Koch-Institut lokale Reaktionen wie Schmerzen an der Einstichstelle (54,2 Prozent) sowie ein Spannungsgefühl (63,7 Prozent). Bei den systemischen Reaktionen wurden vor allem Abgeschlagenheit (53, 1 Prozent), Kopfschmerzen (52,6 Prozent) sowie ein Krankheitsgefühl (44,2 Prozent) festgestellt. (fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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Zehn blutdrucksenkende Lebensmittel

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