Biersteuer

Tag des Bieres: So viel verdient der Staat an Ihnen, wenn Sie Bier trinken

Besucher stoßen auf dem Oktoberfest mit Bier an.
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Wenn das Bier im Glas perlt, freut sich das Finanzamt.

Ein frischgezapftes Bier ist für viele ein Highlight. Auch für den Staat, denn er verdient an jedem Liter mit. So viel Biersteuer zahlen Sie in einem Jahr.

  • An jedem Glas Bier* verdient der deutsche Fiskus mehr oder weniger mit.
  • Auf Bockbier zahlen Biertrinker und -trinkerinnen pro Kopf jährlich rund 14 Euro Steuern, auf Radler dagegen nur sieben Euro.
  • Nicht etwa in Bayern, sondern in Nordrhein-Westfalen sind die Biersteuer-Einnahmen am höchsten.

Der 7. August ist der Tag des Bieres. Passend zu diesem Tag, an dem der beliebte Gerstensaft geehrt wird, hat die Steuer-App Taxando untersucht, wie viel Staat und Länder am flüssigen Brot in Form von Steuern mitverdienen.

Auf diese Biersorte zahlen Sie die höchste Biersteuer

Die Steuer errechnet sich aus dem Grad der Stammwürze des Bieres. Dieser ist beim Bockbier am höchsten. Daher geben Fans dieser Sorte bei einem jährlichen pro Kopf-Verbrauch von fast 100 Litern rund 13,50 Euro an Steuern dafür ab. Liebhaber und Liebhaberinnen von Weizen bzw. Weißbier müssen mit den zweithöchsten Abgaben rechnen (rund 9,70 Euro). 9,15 Euro pro Jahr und Kopf beträgt die Höhe der Steuern, wenn Sie nur Dunkles trinken.

Am wenigsten Steuern zahlen übrigens Radler-Freunde: Pro 100 Liter sind circa sieben Euro fällig, nur die Hälfte im Vergleich zum Bockbier. Es folgen das alkoholfreie Malzbier (etwa 7,70 Euro), Pils (circa 8,90 Euro) und Helles (fast neun Euro). 

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Biersteuer: So viel Steuern stecken in einem Kasten

Auch bei den Steuerabgaben pro Kasten (20 Flaschen a 0,5 Liter) schlagen sich die Unterschiede in der Stammwürze nieder: Für einen Kasten Bockbier zahlen Sie 1,35 Euro an Steuern. Die Abgaben bei einer gleichen Menge an Weißbier bzw. Weizen betragen 97 Cent. Fans von Dunklem zahlen jeweils 92 Cent für 20 Flaschen. Den vierten Platz teilen sich Pils und Helles mit jeweils 90 Cent. Der Kasten mit den geringsten steuerlichen Abgaben ist mit Radler gefüllt: Lediglich 71 Cent zahlen Sie in diesem Fall. Sechs Cent mehr sind für einen Kasten Malzbier fällig.

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Nordrhein-Westfalen verdient am meisten mit der Biersteuer

Die Steuerexperten von Taxando trugen Daten des Statistischen Bundesamtes zu den Bier-Steuereinnahmen der einzelnen Bundesländer zusammen. Dabei stellte sich heraus, dass die Bierfans Nordrhein-Westfalens 2019 ihrem öffentlichen Haushalt die höchsten Einnahmen (rund 151 Mio. Euro) durch Bierkonsum bescherten. Knapp dahinter folgt das Land des Oktoberfestes, Bayern, mit etwa 150 Mio. Euro Bier-Steuerplus. An dritter Stelle befindet sich Sachsen mit immerhin noch circa 60 Mio. Euro.

Hamburg hingegen profitiert am wenigsten von der Biersteuer: Rund fünf Mio. Euro nahm das Bundesland 2019 damit ein und landet im Ranking auf dem letzten Platz. Davor liegt das Saarland mit etwa 9,6 Mio. Euro Steuereinnahmen durch das flüssige Brot. 14 Mio. Euro bescherten die Hauptstädter und Hauptstädterinnen dem öffentlichen Haushalt ihres Bundeslandes Berlin. Alle Ergebnisse der Untersuchung finden Sie hier *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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