Fast-Food-Kette vor Gericht

Bitteres Urteil für Subway: Die Wahrheit über das Sandwich-Brot, das keins ist

Gericht urteilt: Das Subway-Sandwichbrot gilt nicht als Brot.
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Gericht urteilt: Das Subway-Sandwichbrot gilt nicht als Brot.

Gelten Subway-Sandwiches eigentlich als Brot? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Oberste Gerichtshof in Irland. Das Urteil hat schwere Folgen für Subway.

Der Slogan der amerikanischen Fast-Food-Kette Subway* lautet bekanntlich „Eat fresh“. Viele Menschen halten die Sandwiches, die dort vor ihren Augen frisch zubereitet werden, für eine gesündere Alternative zu den üblichen Burgern der anderen Fast-Food-Riesen. Doch jetzt dürfte Subway einige Kunden verlieren, die die Wahrheit über das vom Unternehmen verwendete Brote erfahren.

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Subway: Sandwich-Brote sind nach Definition kein Brot, sagt Gerichtsurteil

Denn jetzt haben fünf Richter endgültig entschieden: Die Subway-Sandwiches enthalten zu viel Zucker, um nach gesetzlicher Definition als Brot zu gelten. Und zwar viel zu viel Zucker. Laut Gesetz darf der Zuckergehalt zwei Prozent – im Vergleich zum Gewicht des enthaltenen Mehls – nicht überschreiten. Das Subway-Brot hat einen Zuckergehalt von zehn Prozent.

In der Begründung der Richter heißt es, diese Definition habe die Absicht, zwischen Brot als Grundnahrungsmittel und bestimmten anderen Backwaren aus Teig zu unterscheiden. Somit können die Sandwiches von Subway nicht als Brot bezeichnet werden, sondern gelten nach Definition als Backware. Und das hat sogar finanzielle Folgen für die Franchise-Kette.

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Das Gerichtsurteil über Sandwich-Brot hat Steuer-Nachteile für Subway

Beim Gerichtsverfahren ging es übrigens nicht um etwaige Verbrauchertäuschung, sondern um Steuern. Der Hintergrund: In Irland fällt seit 1972 auf Grundnahrungsmittel keine Mehrwertsteuer an. Subway wollte sich dieses Gesetz zunutze machen und hat bereits seit 2006 auf eine Rückerstattung der Mehrwertsteuerzahlungen bestanden. Immer wieder wurden die Sandwiches in den Richter-Urteilen allerdings nicht als Brot, sondern als Backware eingestuft. Subway legte daraufhin immer wieder Berufung ein.

Nun wurde der Fall final vor dem Obersten Gerichtshof geklärt – zu Ungunsten des Fast-Food-Unternehmens. Es gibt keine Erstattung in Millionenhöhe. Auch für einige Subway-Kunden dürfte dieser Urteilsspruch einen bitteren Nachgeschmack haben. Die Illusion vom gesunden Snack in Form eines Sandwiches ist dahin. (mad) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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Die größten Fast-Food-Ketten der Welt: Platz eins überrascht

Welches sind die größten Fast-Food-Ketten der Welt? Gemessen an der Anzahl der weltweiten Filialen, sind diese Unternehmen die Spitzenreiter:
Platz 10: Wendy's - Burger (rund 6.500 Filialen)
Platz 9: Baskin Robbins - Eiscreme (rund 7.800 Filialen)
Platz : Dunkin' Donuts (rund 12.200 Filialen)
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