Beim Einkaufen

Joghurt-Panne im Supermarkt - wer bezahlt den Schaden? Die größten Geld-Irrtümer

Dass beim Einkauf etwas herunterfällt und dabei kaputt geht, kann passieren.
+
Dass beim Einkauf etwas herunterfällt und dabei kaputt geht, kann passieren.

Beim Einkaufen kommt es immer wieder zu Missgeschicken, aber auch zu Missverständnissen - weil Verbraucher nicht die Regeln kennen.

Vielleicht kommen Ihnen solche Supermarkt*-Szenen bekannt vor: Die Frau am Einkaufsregal neben Ihnen ist beladen voller Lebensmittel. Sie hat es versäumt, sich einen Einkaufskorb oder Einkaufswagen zu nehmen und kann mit beiden Händen jedoch weitaus nicht alles tragen. Mit der Milchtüte unter dem Arm geklemmt, will sie zusätzlich zu den gestapelten Nudelverpackungen noch einen Joghurt aus dem Kühlregal obendrauf platzieren, und zack: Der Joghurtbecher fällt herunter und liegt aufgeplatzt am Boden. Wer muss dafür bezahlen?

Joghurt im Supermarkt heruntergefallen - kaputte Ware bezahlen?

Die Antwort liegt nahe, ist jedoch längst nicht allen Kunden bewusst: Streng genommen müssten sie den Schaden ersetzen - auch, wenn sie das Produkt noch nicht gekauft haben, heißt es in einem Bericht von T-Online.de, der sich mit den größten Geld-Irrtümern im Supermarkt befasst. Dass mal etwas beim Einkaufen herunterfällt, dürfte allerdings vielen Kunden schon mal passiert sein. Die Erfahrung zeigt, dass die Geschäfte für gewöhnlich aus Kulanz auf eine Erstattung verzichten.

Lesen Sie hier: Wer diesen Fehler begeht, verliert im Supermarkt eine Menge Geld

Leere Verpackung im Supermarkt auf Band legen?

Auch solche Szenen kann man im Supermarkt manchmal beobachten: Ein Kind hat die Eis-Verpackung in der Supermarktschlange schon aufgerissen und an dem Eis geleckt, bevor die Eltern es bezahlen. Oder jemand Hungriges hat den Schokoriegel schon vernascht, bevor er die aufgerissene Packung zum Bezahlen aufs Band an der Kasse legt. Auch das geht eigentlich nicht, heißt es in dem Bericht von T-Online.de, denn solange die Ware nicht bezahlt sei, ist sie nicht Ihr Eigentum. Die Mitarbeiter in den Supermärkten hätten in aller Regel allerdings Verständnis, wenn Kunden ausnahmsweise das aufgerissene Papier aufs Band legen und alles korrekt bezahlen.

In dem Beitrag heißt es allerdings auch, dass das Probieren eine Ware als Diebstahl gelten könne. Zum Beispiel, wenn jemand ungefragt an einem Stand von den Trauben, Erdbeeren oder Kirschen nascht. Grundsätzlich gelte: Wer im Laden eine Ware sofort esse oder trinke, mache sich strafbar. Dann könne man Probleme bekommen, wird in dem Zusammenhang ein Vertreter der Verbraucherzentrale zitiert. Auf der sicheren Seite sei ein Kunde, wenn er sich vorher beim Verkäufer vergewissert hat, ob er ein Produkt probieren dürfe.

Erfahren Sie hier: Kassierer verraten: Darum öffnen wir wirklich immer die Eierkartons

Ware in den Einkaufskorb oder Einkaufswegen legen - dafür sind sie schließlich da

In der Praxis wird es oft geduldet, wenn jemand etwas im offenen Korb zur Kasse trägt und dort zum Bezahlen aufs Band legt. Doch streng genommen könnte das Verstauen unbezahlter Produkten außerhalb des Einkaufswagens oder des Einkaufskorbs des Supermarkts als Diebstahl gedeutet werden, wie es in dem Bericht weiter heißt. Man sollte es also besser vermeiden, im Supermarkt etwas in die mitgebrachte Stofftasche zu legen, solange die Ware noch nicht bezahlt ist - sondern besser den Einkaufskorb- oder Wagen verwenden, denn dafür sind sie schließlich da. Zwar sage das Gesetz auch, dass als Dieb nur bestraft werden könne, wer den Vorsatz hatte, an der Kasse nicht zu zahlen, heißt es zu der Problematik in einem Beitrag auf „Bild.de“. Und den habe man nicht, wenn man Waren nur bis zur Kasse in seiner Tasche transportieren wolle. Allerdings könne es im Konfliktfall schwierig werden, die gute Absicht glaubhaft zu machen, berichtet „Bild.de".

Lesen Sie zudem: Neuer Service bei Rewe, dm oder Rossmann - so teuer kann es für Sie werden

Bei Pfandrückgabe muss Pfandzeichen noch lesbar sein

Auch bei der Pfandrückgabe kommt es ab und an zu Problemen im Supermarkt, wenn der Automat die Pfandflasche nicht annimmt. Ob sie zerbeult ist oder das Etikett zerrissen, spielt „T-Online.de" zufolge bei der Rückgabe keine Rolle.. Wichtig sei nur, dass das Pfandzeichen noch lesbar ist, wird der Vertreter der Verbraucherzentrale in dem Zusammenhang zitiert. Nehme der Automat die Flasche nicht an, sei der Händler verpflichtet, sie von Hand zurückzunehmen. Das gilt dem Bericht zufolge allerdings nur für Einweg-Flaschen, die nach der Rückgabe ohnehin gepresst werden, nicht für Mehrwegflaschen.

Supermarkt muss nicht mehr als 50 Münzen pro Einkauf annehmen

Auch beim Bezahlen im Supermarkt kommt es manchmal zu Missverständnissen: Dem Bundesverband deutscher Banken zufolge ist kein Händler verpflichtet, mehr als 50 Münzen pro Einkauf anzunehmen. Der Verband rät: Wer viel Kleingeld zu Hause gesammelt habe, solle es Entweder „peu a peu“ ausgeben oder zur Bundesbank bringen. „Jeder Bürger kann seine Euro- und Euro-Cent-Münzen in beliebiger Stückzahl kostenfrei bei den Filialen der Deutschen Bundesbank in Banknoten eintauschen", informiert der Verband auf seiner Homepage. Banknoten müssen die Händler dem Bericht zufolge unterdessen in unbegrenzter Höhe als Zahlungsmittel akzeptieren.

Praktisch für unterwegs

Praktisch gerade auch fürs Fahrrad: In einem stabilen Rucksack (werblicher Link) mit genügend Stauraum lassen sich die Einkäufe bequem nach Hause bringen.

Ein Recht darauf, dass sie überall mit EC- oder Kreditkarte bezahlen können, haben Kunden nicht. Trotzdem gibt es, über die großen Supermärkte hinaus, immer mehr Geschäfte, wo Kunden sogar kontaktlos bezahlen können. Vielen Verbrauchern ist dabei allerdings nicht bewusst, dass manche Banken bei der Bezahlung mit Giro- oder Kreditkarte eine Gebühr von bis zu 70 Cent erheben, wie ein Verbraucherportal erst neulich berichtete. (ahu) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks

Auch interessant: Darum kann ein Einkaufswagen im Supermarkt schaden - ein Detail überrascht

Steuererklärung kompakt: Änderungen, Frist und rückwirkend abgeben

Grundsätzlich galt bislang der 31. Mai als letzter Abgabetermin. Doch im Rahmen des "Gesetzes zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens" haben Arbeitnehmer in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bis zum 31. Juli Zeit. Allerdings nur, wenn Sie Ihre Steuererklärung authentifiziert elektronisch über Elster an das Finanzamt überweisen. Falls Sie allerdings nicht dazu verpflichtet sind, können Sie sich auch vier Jahre Zeit lassen und rückwirkend die Steuererklärung abgeben. Oftmals erhalten Sie dann mehr Geld zurück.
Mit Frei- und Pauschbeträgen lässt sich viel Geld bei der Steuererklärung sparen. Diese werden in der Steuererklärung in der Anlage N separat angegeben. Unter Pauschbeträge werden Werbungskosten und Sonderausgaben gezählt. Unter Freibeträge fallen die "außergewöhnlichen Belastungen", wie der Kinderfreibetrag, Entlastungsbetrag, Ausbildungsfreibetrag, Pflege-und/oder Behindertenpauschbetrag. Diese erhalten Sie allerdings erst, wenn Sie die jeweilige Einkommenssumme überschritten haben. Nachweise sind nicht mehr nötig.
Frischgebackene Ehepaare haben bei einer ersten gemeinsamen Steuererklärung viele Vorteile zu Unverheirateten - schließlich profitieren sie davon, dass sie je nach Einkommen zwischen drei Steuerklassen-Kombinationen wählen können. Außerdem greift hier das Ehegattensplitting, wenn sie unterschiedlich verdienen. Hierbei wird das Einkommen des Ehepaares zusammen veranlagt, die Summe halbiert und aus dieser die Einkommenssteuer errechnet. Anschließend wird sie verdoppelt. So gilt das Ehepaar steuerlich als eine Person.
Kinder kosten viel Geld - doch Familien werden bei der Steuererklärung berücksichtigt. Schließlich erhalten Sie Kindergeld, sogar, wenn Ihr Kind noch volljährig und in Ausbildung ist. Zudem profitieren Sie vom Kinderfreibetrag, der 2018 auf 7.428 Euro gestiegen ist. Außerdem können Eltern Betreuungskosten (maximal 4.000 Euro) unter Anlage Kind von der Steuer absetzen. Schließlich können Sie bereits vor der Steuererklärung Steuern sparen, wenn Sie Ihre bis zum 30. November des laufenden Jahres Auskünfte über etwaige Kosten in Bezug auf Ihre Kinder auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung angeben.
Steuererklärung kompakt: Änderungen, Frist und rückwirkend abgeben

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links.

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare