Umfrage

Drei Viertel der Deutschen zahlen gerne Steuern - Grund überrascht

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Die Deutschen zahlen gerne Steuern – aber sie sollten sinnvoller investiert werden, laut Umfrageergebnis.

Ein überraschendes Ergebnis: Laut dem Bundesfinanzministerium zahlen die meisten Deutschen gerne Steuern. Was wirklich dahinter steckt, erfahren Sie hier.  

Wie stehen die Deutschen zu Steuern? Nach einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Bundesfinanzministeriums sehen sie diese positiver als gedacht: So sollen drei Viertel oder 76 Prozent der Bürger sogar gerne Steuern zahlen. Eine breite Mehrheit sei hierzulande der Meinung, dass das Steuersystem wichtig ist.

Umfrage zeigt: Mehrheit der Deutschen zahlt gerne Steuern für Gemeinwohl

Schließlich kann der Staat mit den Einnahmen für gute Lebensbedingungen sorgen und seine Bürger absichern – "auch wenn dies mit höheren Steuern verbunden ist". Steuerzahlungen sind laut der Umfrage, die durch das Meinungsforschungsinstitut Kantar Public durchgeführt worden ist, dazu da, um einen Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten.

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Allerdings finden 87 Prozent der Befragten, dass Steuern je nach Einkommen abgeführt werden sollten. Mit der Folge, dass Spitzenverdiener proportional stärker belastet werden als Geringverdiener. So glaube eine knappe Mehrheit von 53 Prozent, dass sie persönlich zu viele Steuern und Abgaben zahlen und das Steuersystem nicht gerecht sei. Das liege daran, "weil die Reichen doch immer einen Weg finden, um weniger Steuern zu zahlen als sie müssten", heißt es in der Umfrage, die der Rheinischen Post vorliegt. Daher sollte Steuerhinterziehung hart bestraft werden, finden die meisten Befragten – egal, ob es sich dabei um ein Unternehmen oder Privatpersonen handelt.

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Für diese Dinge würden deutsche Bürger Steuergelder ausgeben

Zudem würden viele Steuergelder nicht immer sinnvoll eingesetzt werden. Die befragten Bürger würden diese stattdessen vermehrt in Bildung und Erziehung (90 Prozent), in die Pflege (87 Prozent) und bezahlbaren Wohnraum (80 Prozent) investieren. Schuldenabbau (23 Prozent) und Ausgaben für Rüstung und Verteidigung (acht Prozent) werden dagegen als weniger wichtig erachtet.

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jp

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