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Corona-Auswirkungen auf Elterngeld? Das soll sich ändern

Eltern sollen wegen der Coronakrise keine Abstriche beim Elterngeld hinnehmen müssen.

Erleichterung für frisch gebackene und werdende Eltern: Sie sollen wegen der Corona-Krise keine Abstriche beim Elterngeld hinnehmen müssen. Was geplant ist.

  • Die wirtschaftliche Krise durch das Coronavirus* hat heftige Auswirkungen - auch für Familien.
  • Beim Elterngeld ist jetzt eine Entlastung geplant.
  • Was sich ändern soll. 

Elterngeld soll an Corona-Auswirkungen angepasst werden

Erwerbstätige Eltern sind in der Coronakrise* besonders stark belastet. Viele müssen zum Beispiel im Homeoffice* ihrem Job* nachgehen und sollen (zum Teil parallel) die Kinder betreuen. Eine Neuerung beim Elterngeld: Der Bundestag berät über spezielle Elterngeldregeln in der Corona-Krise. Mütter und Väter sollen wegen der aktuellen Lage keine Nachteile beim Elterngeld haben. Deshalb soll die Berechnungsgrundlage vorübergehend geändert werden, so dass Mütter und Väter, die wegen der Krise Einnahmeausfälle hatten oder haben, nicht weniger Elterngeld bekommen.

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So berechnet man das Elterngeld normalerweise

Normalerweise wird das durchschnittliche Nettoeinkommen der zwölf Monate vor der Geburt für die Berechnung herangezogen. Wenn jemand wegen der Krise gerade weniger verdient, sollen die betreffenden Monate nun nicht mitgerechnet werden, so dass das Elterngeld nicht niedriger ausfällt.

Wer in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeitet und deswegen gerade keine Elternzeit nehmen kann, darf diese außerdem aufschieben. Auch die Regeln beim Partnerschaftsbonus - eine zusätzliche Leistung, die Mütter und Väter bekommen, die beide in Teilzeit arbeiten, um sich die Kindererziehung zu teilen - werden gelockert, wenn Teilzeit momentan so nicht einzuhalten ist. Bundestag und Bundesrat müssen den Ausnahmeregelungen zwar noch zustimmen, sie sollen dann aber rückwirkend zum 1. März gelten.

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Elterngeldmonate verschieben während Corona-Krise - aber nicht in allen Berufen

Elterngeld bekommen Mütter und Väter, wenn sie nach der Geburt des Kindes nicht oder vorerst nur wenig arbeiten wollen. Der Staat unterstützt das mit mindestens 300 Euro und maximal 1800 Euro im Monat - abhängig vom Netto-Verdienst vor der Geburt des Kindes. Das Elterngeld wird in voller Höhe maximal 14 Monate lang gezahlt, wenn sich beide an der Betreuung beteiligen.

Zu Zeiten von Coronavirus: Hilfe für Familien

Viele Familien mit Kindern geratenwegen der Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Nicht gerade leicht haben es in der wirtschaftlichen Krise auch die frischgebackenen Eltern, genauso wenig wie werdende Mütter und Väter. Letztere sind beispielsweise von Einbußen durch Kurzarbeit* besonders betroffen, wie jüngst etwa SZ Online berichtete.

Quellen: dpa, Bundesregierung.de

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ahu

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