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"Höhle der Löwen": Gamer laufen mit ihrer Exercube-Idee gegen die Wand

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Die Höhle der Löwen: Gamer hatten keinen großen Erfolg bei der Investoren-Show.

Exercube soll das Fitnessgerät heißen, welches Sphery-Gründer in "Höhle der Löwen" präsentieren. Mit ihrer Idee laufen sie jedoch gegen die Wand. Wir sagen warum.

Es gibt doch nichts Schöneres, als am Dienstagabend "Die Höhle der Löwen" auf VOX zu sehen und den Investoren dabei zuzuschauen, wie sie die Geschäftsideen der Gründer bewerten.

Die Investoren waren schon vor dem Beginn der Präsentation der Gründer sehr gespannt, denn die Gaming-Industrie macht weltweit einen enormen Umsatz und hat die Film-Industrie schon längst überholt. Da ist eine Idee in diesem Segment natürlich immer willkommen und bietet für Investoren großes Potential. 

Der Exercube als Gaming-Fitnessgerät

Das Team der Gründer, welche den Firmennamen Sphery gewählt haben, stellt ihre Idee und das Produkt in der "Höhle der Löwen" den Investoren vor und wie es häufig in der Sendung der Fall ist, können diese das Produkt auch selber ausprobieren.

Das Gerät, welches die Gründer entwickelt haben, nennt sich "ExerCube" (was sich aus Exercise und Cube zusammensetzt) und ist ein Gaming-Fitnessgerät. Auf drei Wänden, die in Kastenform aufgebaut sind, wird das Fitnesspiel abgebildet. Mit Controllern an den Händen wird die Anwendung gesteuert. Die Controller funktionieren dabei ähnlich wie auch bei VR-Systemen wie der Vive oder Oculus.

Das Team von Sphery stellt seinen ExerCube vor

Bei dem Fitnessprogramm des ExerCube gibt es verschiedene Spiele mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad in denen man Übungen wie Squats, Punches, Burpees oder auch Punches ausführt. Man muss ebenfalls weitere kognitive Herausforderungen erfüllen, die das Training zu einem ganzheitlichem Training werden lassen, welches nicht nur den Körper, sondern auch den Geist trainiert.

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Welche Zielgruppe hat der ExerCube?

Durch die Fläche, die der gesamte Aufbau in Anspruch nimmt, richtet sich die Zielgruppe des ExerCube´s auf Fitnessstudios aus. Ein durchschnittliches Wohnzimmer in Deutschland wäre mit dem Gerät nämlich schon fast zugestellt. Auch der Preis würde die meisten Privatpersonen abschrecken, denn die günstigste Variante kostet 18.000 Euro. Im Lieferumfang sind eine Soundanlage, ein PC, ein Herzfrequenzsensor, das Trackingsystem und die drei Bamer, die das Bild an die Boxenwand werfen enthalten. Wer selber in seinem Wohnzimmer etwas spielerische Bewegung haben möchte, würde sich vermutlich eher eine Playstation VR kaufen.

Wie es zu der Idee des ExerCube kam

Anna Martin-Niedecken - eine der Gründerinnen - hatte früher Sportwissenschaften studiert und arbeitet danach im Bereich Game-Design und Game-Research. Als ihr Doktorvater Martin-Niedecken eine Promotionsstelle im Bereich Gaming und Sport anbot, kam das Rad ins Rollen.

Mittlerweile arbeitet ein Team aus vier Personen an dem Projekt. Das Team glaubt stark daran, dass die Verbindung aus Sport und einer spielerischen Komponente deutlich mehr Motivation bedeutet und so für die Nutzer schneller zum Fitnesserfolg führt.

Darum fahren die Gründer von Sphery mit ihrer Idee bei den Investoren gegen die Wand

Carsten Maschmeyer, der dafür bekannt ist die Dinge auf den Punkt zu bringen, lässt nicht viel Gutes an den Gründern und ihrem Produkt. Die Idee findet er grundsätzlich gut, glaubt aber nicht daran, dass die Vier ihren ExerCube erfolgreich vertreiben können.

Auch das Logo von Sphery findet er überhaupt nicht gelungen und sagt "Ich glaube, das Produkt ist so erklärungsbedürftig, dass sie es mit dem Namen nicht schaffen". Im gefällt auch überhaupt nicht, dass die Gründer ihre Firma mit fünf Millionen Euro bewerten, ohne im Vertrieb etwas vorab geleistet zu haben. Den Kapitalwunsch von 500.000 Euro sieht er daher nicht ein und steigt aus.

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Das Gerät könnte laut Dagmar Wöhrl zu teuer sein

Auch die Investorin Dagmar Wöhrl gibt ihre Meinung in der VOX-Sendung zu dem ExerCube ab. Sie sagt, dass die Preis für den Großteil der Fitnessstudios zu hoch sei und steigt ebenfalls aus.

Dr. Georg Kofler sieht ein weiteres Problem mit dem Produkt. Er glaubt, es ist nicht zukunftsorientiert genug. Kofler glaubt daran, dass sich Sport und Fitness weiter in der sozialen Komponente entwickeln werden. Sport gemeinsam in einem Event zu betreiben sei die Zukunft. Dies kann der Exercube seiner Meinung nach nicht leisten.

Am Ende entscheidet sich keiner der Löwen in den ExerCube zu investieren und so müssen die Startup-Gamer woanders nach ihrem Kapital suchen.

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