Fahrbericht

VW T-Cross: Der Polo unter den SUVs ist ein gelungenes Crossover

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Volkswagen bringt mit dem T-Cross einen Mini-SUV auf den Markt.

SUV in allen Sparten - sogar bei den Kleinwagen. Jetzt rundet auch Volkswagen sein Angebot nach unten ab. Mit dem kompakten T-Cross. Wir haben ihn schon getestet.

Was bei anderen Herstellern das X (BMW) oder das G (Mercedes) ist, trägt bei Volkswagen den Buchstaben T. Nach Touareg, Tiguan und T-Roc gibt es jetzt den T-Cross. Er ist der Polo unter den Volkswagen-SUVs und tritt im sogenannten A-0-Segment an, dem man in den nächsten zehn Jahren glatt eine Verdopplung vorhersagt. Die Konkurrenten heißen Peugeot 2008, Opel Mocca, Renault Captur oder Ford EcoSport.

VW T-Cross: Modernes Design macht Eindruck

Beim neuen T-Cross handelt es sich um ein von Grund auf neu entwickeltes Fahrzeug. Auffällig ist hier wieder einmal das moderne Design, mit dem Volkswagen neuerdings punktet. Nicht ganz so ausdrucksstark wie beim T-Roc vielleicht, sondern eher knuffig trotz all der Kanten im modernen Blechkleid.

Cool wirkt das durchgehende schwarze Reflektorband, das die Heckleuchten verbindet und einzigartig bei Volkswagen ist. Nur bei Porsche gibt es diese, in den 50er und 60er Jahren vor allem bei amerikanischen Limousinen weit verbreiteten, Lichtbänder noch. Nachts machen sie jedenfalls mächtig Eindruck.

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Im Inneren des VW T-Cross trifft Nüchternheit auf Moderne

Im Inneren des T-Cross herrschen zwar Hartplastik und VW-typische Nüchternheit vor, allerdings lässt sich das Cockpit mit poppigen 2- und 3-D-Elementen zum Beispiel in Orange und lässigem Ambiente-Licht auflockern. Auch bei den Außenfarben kann man das Auto peppig aufrüsten. Zum Beispiel mit Türkis. Die 50er-Jahre lassen noch mal grüßen.

VW bleibt sich auch beim T-Cross treu: alles nüchtern.

Die Instrumente sind natürlich voll digital. Der zentrale Touchscreen misst immerhin acht Zoll und ist tatsächlich intuitiv zu bedienen. Sein Handy lädt man induktiv und sowohl vorne als auch hinten gib es USB-Schnittstellen. Insgesamt sind es vier Buchsen. Damit zielen die Verkaufsstrategen zielen klar auf die junge Kundschaft.

VW T-Cross: ein echtes Raumwunder

Vorne hat man Platz wie in einer Limousine, und auch hinten sitzt man wie ein König. Dabei ist er mit 4,11 Metern nur wenig länger als der Polo. Mit 1,56 Meter Höhe übertrifft er den Kompaktwagen jedoch deutlich. Der Kofferraum fasst bis zu 455 Liter, wenn man die Rückbank umklappt, sind es sogar 1.281 Liter. Und wer unbedingt ein keines Surfbrett mitnehmen will: Beifahrer ausladen, Lehne flach machen, bis 2,40 Meter Länge stehen dann zur Verfügung.

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VW T-Cross: von 0 auf 100 in 10,2 Sekunden

Bei den Motoren gibt es zum Verkaufsstart nur zwei Aggregate. Ein wenig schmalbrüstig ist der T-Cross mit der kleinsten Benziner-Motorisierung mit 95 PS. Deutlich durchzugskräftiger und völlig ausreichend hingegen kommt der getestete 115 PS starke Dreizylinder daher. Allen Vorurteilen zum Trotz hat er nicht nur einen kräftigen Antritt, sondern auch noch einen kernigen Sound.

Klein aber oho, heißt es im VW T-Cross.

Von 0 auf Tempo 100 spurtet er in 10,2 Sekunden. Wenn bei Volvo tatsächlich die 180-km/h-Begrenzung kommt, zieht der T-Cross auf der Autobahn mit einer Endgeschwindigkeit von 193 Stundenkilometern locker an jedem Schweden vorbei. Der kleine Benziner schafft Tempo 180 und braucht 11,5 Sekunden bis Tempo 100.

VW T-Cross überzeugt mit seiner Wendigkeit

Beim Verbrauch schwächelt der 115-PS-Dreizylinder ein wenig. Der soll knapp unter fünf Litern liegen, wir brauchten aber deutlich mehr mit sieben Litern. Allerdings war die Strecke überwiegend bergig. Apropos: Beim Fahrverhalten sitzt man im T-Cross jederzeit fest im Sattel. Auch wenn er SUV-typisch eher hochbeinig daherkommt, flitzt der Cross in die Kurven schon fast wie ein kleiner Sportwagen.

Etwas später im Jahr legt Volkswagen dann noch bei den Motoren nach. Dann gibt es noch einen größeren Benziner, nämlich den 1,5 Liter-TSI mit 150 PS und dann wird es auch noch einen 1,6-Liter-Diesel mit 95 PS. Der dürfte aber in diesem Segment eher eine untergeordnete Rolle spiele.

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So viel kostet der VW T-Cross

Das kostet er: Den kleinen Benziner gibt es ab 17.975 Euro. Von den sieben angebotenen Assistenzsystemen sind mit Fußgänger-Erkennung, Toter-Winkel-Warner sowie Front- und Lane-Assistent schon vier in der Basis-Version mit an Bord. Der etwas größere Benziner kostet ab 19.400 Euro.

Platzmangel muss man im VW T-Cross nicht befürchten. Der Kofferraum fasst maximal 1.281 Liter.

Unser Fazit: Viel Lifestyle, grundsolide Technik - der T-Cross ist ein gelungenes Crossover, der viel Auto bietet auch für Leute mit einem kleinen Geldbeutel.

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Rudolf Bögel

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