Modernes Design

Das Quartett ist komplett: Erste Eindrücke vom Kia-Kompakt-SUV XCeed

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Kompakter Crossover von Kia: XCeed startet im Herbst.

Die Ceed-Familie ist das Rückgrat von Kia. Das Angebot der Koreaner ist zwar üppig, aber von den Kompakten verkaufen sie am meisten.

Zum Basis-Ceed gesellt sich nun neben dem Kombi Sportswagon und dem Shooting Brake ProCeed das Kompakt-SUV XCeed. Das Quartett ist also komplett. Erste Eindrücke von dem hochbeinigen Fahrzeug, das die Marketing-Strategen als Crossover – eine Mischung aus Schrägheck und Coupé – bezeichnen.

Kia-Kompakt-SUV XCeed: Markant, sportlich und cool

Die Optik sei extrem wichtig, so die Kia-Verantwortlichen. Denn laut Marktanalysen legen 64 Prozent der potenziellen Kunden für die Crossover-Modelle großen Wert aufs Äußere. Markant, sportlich und cool soll er sein. Mehr Bodenfreiheit (18,4 Zentimeter; plus 4,2 Zentimeter) und erhabene Sitzposition (plus 4,4 Zentimeter gegenüber dem Ceed) hat der XCeed dennoch. Trotz abgeschrägtem Dach finden zwei Erwachsene auf der Rückbank bequem Platz, bei Dreien wird es aber sehr kuschelig.

Zu den wichtigsten Ausstattungsdetails gehören ein 12,3-Zoll-HD-Display im Cockpit, das zudem über ein volldigitales Kombiinstrument verfügt. Großen Wert legten die Entwickler zudem auf Infotainment und Konnektivität, die im XCeed stark individualisierbar sind. Kunden erhalten sieben Jahre lang neben der obligatorischen Kia-Herstellergarantie ein Gratis-Update für alle beim Kauf georderten Konnektivitäts-Services.

Bei den Motoren stehen drei Benziner mit 120, 140 und 204 PS sowie zwei 115 bzw. 136 PS starke Diesel zur Wahl. Kia rechnet damit, dass der 1.4 T-GD mit 140 PS das meistverkaufte Modell des neuen SUV im Sportanzug werden wird und erwartet, dass der XCeed rund die Hälfte aller verkauften Fahrzeuge der Ceed-Familie ausmachen wird.

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Die Koreaner könnten recht behalten: Bei ersten Probefahrten gefiel nicht nur das Design, sondern auch die auf Anhieb einfach zu handhabende und gut verständliche Bordelektronik. So gar nicht zum modernen Design passen wollen dagegen die etwas antiquiert wirkenden und ziemlich fummeligen Tasten am Lenkrad für Tempomat und Bordcomputer. Fahrwerk, Bremsen und Motor verdienten sich Lob, auch einen eigens aufgebauten Handling-Parcours, der die Qualitäten des SUV beim Überqueren von Länge- und Querrillen, Absätzen, Randsteinen und Umkurven von Schlaglöchern beweisen sollte, meisterte der Kia souverän.

Ab sofort steht der Crossover-Kia beim Händler. Die Preise starten ab 21 390 Euro und klettern dann steil nach oben. Die sogenannte Launch Edition, die es nur zum Verkaufsstart in diesem Herbst gibt, steht mit 31 390 Euro in der Liste, das Topmodell in der Platinum-Ausstattung (u.a. mit digitalem Cockpit, intelligentem Parksystem, Online-Dienste, Sitzheizung und -ventilation und Premium-Soundsystem) kostet ab 33 640 Euro. Im kommenden Jahr folgen Versionen mit Mild- und Plug-in-Hybrid. Damit spielen die Koreaner sicher einen weiteren Trumpf im Kia-Quartett aus.

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Von Volker Pfau

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