„Die Welt steht still“

ZDF dreht Corona-Drama: Natalia Wörner spielt infizierte Ärztin

Die Corona-Pandemie sorgt im Frühjahr 2020 für eine Ausnahmesituation in den Kliniken, wie hier in Italien.
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Die Corona-Pandemie sorgt im Frühjahr 2020 für eine Ausnahmesituation in den Kliniken, wie hier in Italien.

Gerade kämpft Deutschland mit den steigenden Infektionszahlen der zweiten Welle der Corona-Pandemie.

Im März dieses Jahres, als die erste Welle das Land relativ unvorbereitet traf, wurden Klinikärzte als lange unbesungene Helden gefeiert, auch, weil sie sich selbst in Gefahr brachten. Nun verfilmt das ZDF mit „Die Welt steht still“ einen Stoff der preisgekrönten Autorin Dorothee Schön, die die vergangenen Monate bei Klinikpersonal recherchierte, über diese Zeit der Ungewissheit. Die Rolle der Oberärztin, die im für den Primetime-Sendeplatz „Fernsehfilm der Woche“ produzierten Drama gegen die Krankheit kämpft und schließlich selbst an Covid-19 erkrankt, wird Natalia Wörner übernehmen. Gedreht wird voraussichtlich im Frühjahr 2021 in Konstanz und Umgebung.

„So sehr die Pandemie unser Leben verändert hat, so sehr verändert es auch das filmische Erzählen über diese Welt, die seit März 2020 eine andere geworden ist“, beschreibt Frank Zervos, Leiter der ZDF-Hauptredaktion Fernsehfilm/Serie I, die weitreichenden Auswirkungen seit dem Aufkommen des Coronavirus. Der „dramatischen 'Zeitenwende'“ würde das ZDF in unterschiedlichen fiktionalen Formaten Rechnung tragen. „Nun werden wir uns in einem sorgfältig recherchierten Fernsehfilm der renommierten Autorin Dorothee Schön und mit Natalia Wörner in der Hauptrolle eine starke Erzählung über die Erlebnisse aus Sicht einer Klinikärztin vornehmen.“

ZDF-Covid-Drama mit Natalia Wörner: Eine Ärztin wird zur Gefahr

Wer die Pandemie im März noch kleinredete, wurde durch die dramatischen Bilder aus Bergamo wachgerüttelt. Nicht nur die Welt, auch das Leben der Konstanzer Intensivmedizinerin Dr. Caroline Mellau (Natalia Wörner) und ihrer Familie steht auf dem Kopf: Rund um die Uhr wird sie in der Klinik gebraucht, um die Organisation ist es schlecht bestellt: Es fehlt zunächst an Intensivbetten, ausgebildetem Personal, Schutzkleidung und dringend benötigten Beatmungsgeräten. Als Anästhesistin ist Caroline dafür zuständig, die schweren Covid-19-Fälle zu intubieren. Das eigene Infektionsrisiko stellt sie hinten an - nach ihrer Infektion wird sie selbst zur Gefahr.

Neben der Krankenhaus-Problematik werden auch weitere schmerzhafte Auswirkungen der damals noch jungen Pandemie behandelt: Carolines Ehemann Stefan muss seine Konzertreise absagen und darf seine Musikschüler nicht mehr unterrichten, die Kinder müssen mit Homeschooling umgehen, und die geschlossene Grenze zur nahen Schweiz sorgt für Liebeskummer bei Tochter Luzy.

teleschau

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