Krachende Auferstehung

Das taugt Vin Diesel in „xXx: Die Rückkehr des Xander Cage“

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Angeblich tot, tatsächlich nur im selbstgewählten Exil: Nach vielen Jahren kehrt Xander Cage alias Vin Diesel als beinharter Weltenretter zurück.

15 Jahre nach seinem doch nur vorübergehenden Ausscheiden meldet sich Undercover-Agent Xander Cage (Vin Diesel) als knallharter Weltenretter zurück.

Vin Diesel, Actionstar mit gut gepflegten Muskelpaketen und markantem kahlen Schädel, verfährt bei seiner Projektauswahl ziemlich eigenwillig. „The Fast and the Furious“ (2001) brachte ihn ganz groß heraus. Trotzdem war er für die Fortsetzungsfilme jahrelang nicht zu haben. Ähnlich beim „xXx“-Franchise. In „xXx - Triple X“ von 2002 knackte Vin Diesel als prollig-kraftstrotzender Anti-James-Bond und Extremsportler Xander Cage einen Ring von osteuropäischen Biowaffen-Terroristen. Dem Sequel blieb er 2005 jedoch fern. Dafür pflügt er nun in „xXx: Die Rückkehr des Xander Cage“ (2016) durch den Heimkino-Dschungel und mit gnadenlosem Kick-Boxing durch die Reihen bis an die Zähne bewaffneter Gegner. Gut 600.000 Kinozuschauer ließen sich hierzulande darauf ein.

Diesels Abwesenheit im zweiten Teil wird dabei geschickt aufgenommen: Seinen Tod nur vortäuschend, hat Cage Jahre in einer Art selbstgewähltem Exil verbracht. Daraus beruft ihn die zickige Regierungsbeamtin Jane Marke (Toni Collette) ab. Cages bisheriger Kontaktmann Augustus Gibbons (Samuel L. Jackson) ist in New York anscheinend von einem herabstürzenden Satelliten erschlagen worden - ein Terroranschlag.

Mit den Methoden von Funsport und Nahkampf, unterstützt von einem Team der „Guten, Extremen und total Wahnsinnigen“, nimmt es Cage mit einem „Alphakrieger“ namens Xiang (Donnie Yen) auf, der mit einem tabletgroßen digitalen Endgerät mit Namen „Büchse der Pandora“ angeblich Satelliten auf Großstädte lenkt. Im Gewitter explosiver Auseinandersetzungen lässt es Cage ordentlich krachen und verzaubert ganz nebenbei eine Dame nach der anderen.

Die Story aus der Feder von F. Scott Frazier ist bei den letzten großen Superheldenfilmen abgekupfert: Die Guten geraten sich in die Haare und verlieren die Bösen fast aus den Augen. Während Fraziers Dialog-Infantilitäten der „xXx“-Reihe ganz gut stehen, lässt sein Kollege, Regisseur D. J. Caruso, jedes Fingerspitzengefühl für harte Action vermissen.

Eine Wasserskiverfolgungsjagd auf Motorrädern zwischen Cage und Xiang im Indischen Ozean säuft ab, weil die Kamera keinen geeigneten Blickwinkel findet. Auch Cages Zweikämpfen mit Xiang mangelt es an innerer Dynamik und klugen Aufmerksamkeitspunkten. Viele Schnitte ändern daran nichts. Sie zerschreddern bloß mager inszenierten Radau, der sich nur an wirklich unerschütterliche Fans richtet.

Erhältlich auf DVD, Blu-ray Disc, Blu-ray 3D, Ultra HD Blu-ray und als Video-on-Demand.

tsch

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