„dunja hayali“

„Wir wollen die Integration nicht“: Kontroverse Aussagen von Jörg Meuthen bei Dunja Hayali

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AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen war am Mittwochabend zu Gast in der Polit-Talkshow „dunja hayali“.

AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen war am Mittwoch zu Gast im ZDF-Talk von Dunja Hayali.

Im Gespräch mit der Moderatorin und drei geladenen Bürgervertretern ging es um unter anderem um folgende Themen: Energie- und Klimapolitik sowie Integration. Der AfD-Mann blieb weitgehend sachlich, sorgte dann aber doch mit einigen Aussagen für Kontroversen.

Meuthen erklärte im Talk überraschenderweise, dass auch er es akzeptiere, dass der Mensch einen Anteil am Klimawandel habe - allerdings lediglich als „Hypothese“. Trotz etlicher Studien zum Thema und eines wissenschaftlichen Konsens, gäbe es unter den Studien „auch ziemlich viel Unfug“, so der AfD-Politiker. Als Kernproblem mache er stattdessen das „Bevölkerungswachstum“ und die damit einhergehende „Emissionsintensität“ aus - was unterm Strich doch sehr nach der Akzeptanz eines menschgemachten Klimawandels klingt.

In Sachen Integration gab es hingegen einen größeren Aufreger. Der Gründer einer Zeitarbeitsfirma, die Geflüchtete an Unternehmen vermittelt, erklärte: „Wir plädieren dafür, dass wir den Menschen, die hier sind, eine Chance geben.“ Doch die Arbeitsmarktintegration von Menschen, die nur befristet in Deutschland bleiben, lehnte Meuthen strikt ab: „Wir wollen die Integration nicht“, so Meuthen im Hinblick auf Flüchtlinge, die hierzulande nur für eine gewisse Zeit zu Gast sind, bevor sie wieder in ihre eigenen Heimatländer zurückkehren.

Meuthen insistierte, dass die AfD „weder extremistisch noch rassistisch“ sei. Der Vertreter der Partei, die in der Vergangenheit bereits Begriffe wie „Messermänner“ und „Kopftuchmädchen“ zur Diffamierung arabischer Muslime kreierte, formulierte es am Mittwochabend bei Hayali rhetorisch geschickter. Er sagte: „Sie gucken den Leuten nicht hinter den Kopf.“

Die Sendung stieß mit 7,4 Prozent Marktanteil auf eine für ZDF-Verhältnisse maue Resonanz. Insgesamt waren 1,14 Millionen Zuschauer dabei.

teleschau

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