„Ariana Grande: Live in London“

Verarbeitung des Terror-Schocks

Ariana Grande gab ein exklusives Konzert in den BBC-Studios in London.
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Ariana Grande gab ein exklusives Konzert in den BBC-Studios in London.

Es ist schon gute Tradition bei 3sat: Auch in diesem Jahr heißt es am Silvestertag ab früh morgens „Pop around the Clock“.

„Mein Herz ist gebrochen. Es tut mir unendlich leid. Mir fehlen die Worte!“ - Mit diesen Worten via Twitter reagierte Ariana Grande auf den verheerenden Terroranschlag in Manchester vom 22. Mai 2017. Der als Sohn einer libyschen Familie geborene islamistische Selbstmordattentäter Salman Abedi hatte nach einem Grande-Konzert in der Manchester Arena 22 zumeist junge Menschen in den Tod gerissen. Im Juni 2017 folgte ihr Benefizkonzert in Manchester. Daraufhin betrat die US-Amerikanerin aus Florida die britische Insel zunächst nicht mehr. Nach dem Terror-Schock leide Grande bis heute nach eigener Aussage unter einer posttraumatischen Belastungsstörung. Die Einladung in die Londoner BBC-Studios wurde Teil eines Prozesses zur Verarbeitung des Erlebten.

„Ariana Grande: Live in London“ heißt das einstündige exklusive Konzert, das sie im September 2018 in der englischen Hauptstadt in geschütztem Rahmen gegeben hatte. Das Besondere: Grande stellte Songs wie „No Tears Left To Cry“, „The Light Is Coming“ oder „God Is A Woman“ aus ihrem vierten Studioalbum „Sweetener“ unter der Begleitung eines Orchesters vor. Bei 3sat ist ein Zusammenschnitt ihres denkwürdigen Auftritts nun im Rahmen des Musik-Marathons „Pop around the Clock“ in Erstausstrahlung zu sehen.

Von Elvis bis Marteria

Wie an den Silvestertagen in den Jahren zuvor hat 3sat auch diesmal wieder ein abwechslungsreiches Musikprogramm auf die Beine gestellt. „Pop around the Clock“ bietet insgesamt 22 Konzerte in rund 24 Stunden Sendezeit. So gut wie alle Mitschnitte sind Erstausstrahlungen. Seinen Musik-Marathon beginnt der Dreiländersender ab 6.45 Uhr am Morgen mit „John Fogerty: My 50 Year Trip - Live at Red Rocks“.

Es folgen Legenden wie Toto („40 Tours Around the Sun“ aus dem Ziggo Dome in Amsterdam, 7.30 Uhr), The Who („Live at Kilburn“, 8.30 Uhr), The Cure („Anniversary - Live in Hyde Park“, 11.30 Uhr), Metallica („S&M“, 12.30 Uhr), Pink Floyd („Live in Venice“, 13.30 Uhr) oder The Rolling Stones („Bridges to Bremen“, 15.45 Uhr).

Mehr als zwei Stunden sind dem „King of Rock'n'Roll“ gewidmet. Am 14. Januar 1973 schrieb Elvis Presley Musikgeschichte: Sein Konzert im Convention Center, Honolulu, auf Hawaii wurde damals via Satellit in mehr als 40 Länder live übertragen. 3sat zeigt den Musikfilm „Elvis: Aloha from Hawaii“ um 18 Uhr in Erstausstrahlung. Es folgt um 19 Uhr ein „All-Star Tribute“. In diesem hochrangig besetzten TV-Special feierten erst im Februar dieses Jahres Stars wie Jennifer Lopez, Ed Sheeran, Shawn Mendes, John Legend oder Keith Urban die Musik-Legende.

In das neue Jahr geleitet Marteria ab 23.20 Uhr die 3sat-Zuschauer. Im September 2018 trat er vor 32.000 Fans im ausverkauften Ostseestadion in Rostock auf und füllte als erster deutscher Rapper ein Stadion. Für Marteria war das Konzert ein Heimspiel. Hier hat der gebürtige Rostocker als Junge seinem Verein Hansa zugejubelt und wurde Kapitän der Jugendmannschaft. Marteria: „Ich habe mir immer gewünscht, einmal im Ostseestadion zu spielen. Das ist die schönste Nacht meines Lebens.“

teleschau

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