Urteil: Wer Sky-Inhalte übers Internet teilt, muss mit Haftstrafe rechnen

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Erfolg für Sky: Das Landgericht Verden hat einen Mann verurteilt, der Inhalte des Pay-TV-Anbieters illegal über das Internet verbreitet hatte.

Das Landgericht Verden hat einen 53-jährigen Mann wegen sogenannten "Card-Sharings" verurteilt.

Der Mann hatte Angebote des Pay-TV-Anbieters Sky illegal über das Internet zum Verkauf angeboten. Dazu hatte er einen Card-Sharing-Server betrieben und andere gegen Entgelt so auf die Inhalte von Sky zugreifen lassen. Das Gericht verurteilte ihn nun zu einem Jahr Haft auf Bewährung und bestätigte so eine erstinstanzliche Entscheidung des Amtsgerichts Stolzenau aus dem Jahr 2013 im Grundsatz. Das noch nicht rechtskräftige Urteil bestätigt den Vorwurf des gemeinschaftlich begangenen Computerbetrugs in Tateinheit mit dem Ausspähen von Daten und der Umgehung technischer Schutzmaßnahmen. Dr. Andreas Rudloff, Vice President Platform Services & Security bei Sky Deutschland, begrüßte in einer Stellungnahme das Urteil: "Dies ist ein klares Signal an alle Kriminellen, die versuchen, sich auf Kosten unseres Unternehmens und unserer ehrlichen Kunden an den exklusiven Programminhalten von Sky zu bereichern: Card-Sharing ist kein Kavaliersdelikt, sondern Computerbetrug, der von der Justiz verfolgt und mit einer Freiheitsstrafe geahndet werden kann." Das Ermittlungsverfahren gegen den nun verurteilten Mann war eingeleitet worden, nachdem Sky in dem Fall selbst Recherchen angestellt hatte. Der Pay-TV-Anbieter trat in dem Prozess auch als Nebenkläger auf.

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