US-Wahl 2020

Trump oder Biden? Das sind die wichtigsten TV-Sendungen zur US-Wahl

Donald Trump (links) strebt siegessicher eine zweite Amtszeit an. Joe Biden möchten ihn aus dem Weißen Haus vertreiben.
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Donald Trump (links) strebt siegessicher eine zweite Amtszeit an. Joe Biden möchten ihn aus dem Weißen Haus vertreiben.

Corona-Pandemie hin oder her: Am 3. November blickt die Welt auf die USA. Wird Donald Trump erneut zum US-Präsidenten gewählt, oder löst ihn der Demokrat Joe Biden ab? Im deutschen Fernsehen wird die Wahl umfangreicher denn je aufgearbeitet.

Der Countdown läuft: In der kommenden Woche entscheidet sich, wer künftig aus dem Weißen Haus grüßt und die USA in den nächsten vier Jahren regiert. Es ist eine Wahl der Extreme, die am 3. November die ganze Welt in ihren Bann zieht. Auf der einen Seite stellt sich Donald Trump zur Wiederwahl. Der amtierende Präsident machte der in den letzten Monaten mit scharfer Rhetorik klar, dass er im Rennen um die Präsidentschaft keinesfalls klein beigeben wird. Äußerungen des 74-jährigen Republikaners deuteten sogar darauf hin, dass er eine Niederlage an den Wahlurnen möglicherweise nicht akzeptieren wird. Auf der anderen Seite wirbt der Kandidat der Demokraten, Joe Biden, um die Stimmen der US-Bürger. Trumps Kontrahent gab sich im Wahlkampf besonnen und zeigte im Gegensatz zum Amtsinhaber Mitgefühl mit den Toten der Corona-Pandemie. Die Umfragen vor der Wahl sehen den 77-Jährigen, von Trump spöttisch „Sleepy Joe“ getauft, klar vorne. Deshalb von einem sicheren Wahlsieg Bidens auszugehen, wäre aber ein fataler Trugschluss, wie Hillary Clintons Niederlage 2016 zeigte.

Die Tage vor der Wahl stehen im deutschen Fernsehen eindeutig im Zeichen der Wahl in den Staaten. Was die beiden Kandidaten auszeichnet, welche politische Marschroute von ihnen im Falle einer Präsidentschaft zu erwarten ist und wie die US-Bürger über die wegweisende Abstimmung denken, zeigen zahlreiche TV-Sendungen und Dokumentationen. Außerdem berichten das ZDF und das Erste jeweils mit einer XXL-Live-Sendung von der Wahlnacht. Mit welchen Formaten Sie über alles Wichtige rund um die US-Wahl auf dem Laufenden bleiben, zeigt die Übersicht der Programm-Highlights zu dieser geschichtsträchtigen Entscheidung.

„Im Wahn - Trump und die Amerikanische Katastrophe“ (Montag, 26. Oktober, 22.50 Uhr, ARD)

Donald Trump verbreitet nach Meinung seiner Kritiker bewusst Lügen und radikale Tweets, augenscheinlich nimmt er eine weitere Polarisierung der Gesellschaft in Kauf, und er diffamiert kritische Journalisten als „Feinde des Volkes“. Was Trump sich von den gezielten Attacken erhofft und welche Strategie er in seinem Wahlkampf verfolgt, nehmen die renommierten Journalisten Klaus Brinkbäumer und Stephan Lamby in ihrem Dokumentarfilm „Im Wahn - Trump und die Amerikanische Katastrophe“ unter die Lupe. Zu Wort kommen in dem 90-Minüter unter anderem der ehemalige Kommunikationschef des Weißen Hauses, Anthony Scaramucci, und der deutsche Außenminister Heiko Maas.

„Amerika hat die Wahl: Trump gegen Biden“ (Dienstag, 27. Oktober, 20.15 Uhr, ARTE)

Holperkurs auf der Zielgeraden: Präsident Donald Trump steuert mit der ihm eigenen rücksichtslosen Beharrlichkeit auf seine zweite Amtszeit zu. Und sein demokratischer Herausforderer möchte das unbedingt verhindern. Doch was steht wirklich auf dem Spiel? Und wer sind die beiden Akteure, die das Weltgeschehen entscheidend beeinflussen werden? Die ARTE-Dokumentation „Amerika hat die Wahl: Trump gegen Biden“ von Michael Kirk und Mike Wiser ist mehr als nur das Porträt der beiden Kandidaten. Der Beitrag kann auf viel exklusives, bislang unveröffentlichtes Archivmaterial und Interviews zurückgreifen, um den Werdegang der Polit-Gegner besser zu verstehen.

„auslandsjournal - die doku: American Voices“ (Mittwoch, 28. Oktober, 22.15 Uhr, ZDF)

Für ihre Dokumentation „auslandsjournal - die doku: American Voices“ haben sich die Filmemacher Elmar Theveßen und Annette Brieger auf eine Reise durch Bundesstaaten begeben, die traditionell Donald Trump unterstützen. Doch kann sich der 74-Jährige nach seinem Auftreten in der Coronakrise und im Zusammenhang mit der „Black Lives Matter“-Bewegung weiter auf die Stimmen der Bürger dort verlassen? Unter anderem verschlägt es die Autoren nach Nashville im Bundesstaat Tennessee. Im Epizentrum des „Bible Belt“ gelten die Evangelikalen als treue Trump-Wähler.

„Trump und das FBI“ (Mittwoch, 28. Oktober, 22.50 Uhr, ARD)

Schon kurz nach seiner Vereidigung im Januar 2017 setzte Donald Trump ein Zeichen: Er entließ ohne jegliche Vorwarnung den damaligen FBI-Chef James Comey. Trump erklärte das Federal Bureau of Investigation zu seinem persönlichen Feind, vermutete, dass die Behörde in Verschwörungstheorien gegen ihn verstrickt sei, sprach gar von einer „Hexenjagd“ gegen seine Person. Eine knappe Woche, bevor die US-Bürger über eine mögliche zweite Amtsperiode von Trump entscheiden, ruft die Dokumentation „Trump und das FBI“ den Machtkampf zwischen der zentralen Sicherheitsbehörde der USA und dem umstrittenen Präsidenten ins Gedächtnis.

Die Frage ist: Was wäre gewesen, wenn James Comey nicht so stur auf seine Prinzipen bestanden hätte? Wenn er sich nicht als letzten Hüter der Integrität seiner Behörde verstanden hätte? Wenn der damalige FBI-Chef nicht eine Woche vor der Wahl 2016 öffentlich bekannt gemacht hätte, dass die Ermittlungen in der Pseudoaffäre um die dienstlichen E-Mails von Hillary Clinton wieder aufgenommen werden? - Die Spekulationen darüber sind müßig, aber am 2. November - einen Abend vor der US-Präsidentschaftswahl - zeigt Sky die beiden Teile des Fernsehfilms „The Comey Rule“. Basierend auf Comeys Memoiren „A Higher Loyalty“ (deutscher Titel: „Größer als das Amt“) rekonstruiert das fiktionale TV-Ereignis zunächst die Ereignisse im Wahlkampf 2016, bevor es sich zu einem realen Horrorfilm über den vermeintlich mächtigsten Mann der Welt verdichtet.

„ZDFzoom: Donald Trumps Kampf um die Macht“ (Mittwoch, 28. Oktober, 23 Uhr, ZDF)

Im Film „ZDFzoom: Donald Trumps Kampf um die Macht“ zeigen die Journalisten Johannes Hano und Alexander Sarovic, mit welchen bisweilen dubiosen Mitteln Donald Trump um seine zweite Amtszeit kämpft - von Desinformationskampagnen bis zur gravierenden Reduzierung von Wahllokalen in Gebieten, die vermeintlich von der schwarzen Bevölkerung dominiert werden.

„Die lange Nacht zur US-Wahl“ (Samstag, 31. Oktober, 23.55 Uhr, ARD)

In der ARD-Marathon-Sendung „Die lange Nacht zur US-Wahl“, die bis in die frühen Sonntag-Morgenstunden anhält, stimmen WDR-Chefredakteurin Ellen Ehni und NDR-Chefredakteur Andreas Cichowicz die deutschen TV-Zuschauer auf die letzte Phase eines denkwürdig überhitzten Wahlkampfs ein und liefern neue Stimmungsbilder und Experteneinschätzungen. In den Gesprächsrunden sowie in diversen im Laufe der Nacht eingestreuten Dokumentationen und Vor-Ort-Reportagen dreht sich vieles um die Frage, was aus dem großspurigen Anspruch von Präsident Donald Trump denn nun wirklich geworden ist, Amerika „great again“ zu machen.

„Trump, meine amerikanische Familie und ich“ (Montag, 2. November, 20.15 Uhr, ARD)

„Tagesthemen“-Moderator Ingo Zamperoni liefert einen sehr persönlichen Blick auf die US-Wahlen: In der Doku „Trump, meine amerikanische Familie und ich“ porträtiert er die politische Zerrissenheit der Staaten - ausgehend von seiner US-Verwandtschaft. Mit durchaus intimen Momenten: Dass etwa sein Schwiegervater Paul 2016 Trump wählte, schockierte Zamperonis Frau Jiffer ebenso wie deren Mutter Lynn - beide Anhängerinnen der Demokraten. Die Ansichten über den Präsidenten spalten Familien. Wie schafft es etwa Paul, der zweite Ehemann der Schwiegermutter, mit den zahlreichen Lügen Trumps und als schwarzer Mann auch mit dessen rassistischen Kommentaren umzugehen?

„Galileo Spezial Countdown USA“ (Montag, 2. November, 20.15 Uhr, ProSieben)

Bei der „Galileo Spezial“-Ausgabe mit dem Titel „Countdown USA“ setzt ProSieben den Fokus nicht auf die Kandidaten Donald Trump und Joe Biden, sondern auf die Wähler und deren Hoffnungen. Dazu haben sich die Macher der Sendung über die Dauer von fünf Monaten an die Fersen sechs junger US-Amerikaner geheftet. Wechselwähler, Trump-Unterstützer und überzeugte Demokraten erklären ihre Ideologie und beschreiben ihren Blick auf das politische Geschehen in den USA während der Coronakrise und vor dem Hintergrund der „Black Lives Matter“-Bewegung.

„Diagnose Trump - Wie tickt der Präsident der USA“ (Montag, 2. November, 21.25 Uhr, ProSieben)

Bevor sich am 3. November entscheidet, wer künftig vom Weißen Haus aus die USA regiert, versucht sich der Dokumentarfilm „Diagnose Trump - Wie tickt der Präsident der USA“ an einem Psychogramm des aktuellen Amtsinhabers Donald Trump. Im Film von Dan Partland äußern sich zahlreiche ehemalige Wegbegleiter aus dem engeren Umfeld des US-Präsidenten zur mentalen Verfassung des 74-Jährigen. Unter anderem urteilt der Ex-Kommunikationsberater Trumps, Anthony Scaramucci: „Er ist kein Rassist. Er behandelt jeden wie ein Stück Scheiße.“

„Der Anti-Trump - Wie Joe Biden die Wahl gewinnen will“ (Montag, 2. November, 22.50 Uhr, ARD)

Mit der verbalen Kriegsführung eines Donald Trump und dessen Twitter-Wahlkampf hat Joe Biden wenig am Hut. Der Demokrat etablierte sich im Rennen um das Weiße Haus stattdessen als Gegenentwurf zu seinem impulsiven Kontrahenten. Doch kann er als Stimme der Vernunft genügend Wähler überzeugen, der Präsidentschaft Trumps ein Ende zu bereiten? Die ARD-Dokumentation „Der Anti-Trump - Wie Joe Biden die Wahl gewinnen will“ stellt den 77-Jährigen und seine Strategie vor.

„U$A“ (Dienstag, 3. November, 20.15 Uhr, ARTE)

Mehr als eine Milliarde US-Dollar an Spenden soll der republikanische US-Präsident Donald Trump bislang für seinen erneuten Präsidentschaftswahlkampf erhalten haben. Auch bei Joe Biden gingen monatlich hunderte Millionen Dollar auf das Wahlkampfkonto ein. Wohin führt eine Entwicklung, wenn die Politik wie in den Vereinigten Staaten wie nie zuvor auf externe Gelder angewiesen ist? Wie viel Eigennutz verfolgen Konzerne und Lobbyisten, wenn sie Politiker mit sagenhaften Zahlungen unterstützen? Und wie viel Einfluss haben sie später auf eben diese, wenn sie schon artig gezahlt hatten? Diese Fragen versucht die Dokumentation von Sylvain Pak zu beantworten.

„ZDF spezial: Amerika wählt - Trump oder Biden?“ (Dienstag, 3. November, 20.15 Uhr, ZDF)

„Amerika wählt - Trump oder Biden?“, fragt das „ZDFspezial“ ab 20.15 Uhr, und blickt auf ein gespaltenes Land. Entscheiden sich die Wählerinnen und Wähler für den amtierenden US-Präsidenten oder seinen demokratischen Herausforderer? Moderator Matthias Fornoff präsentiert in der Sendung die neuesten Umfragewerte, spricht mit Experten über Prognosen und analysiert die Lage der amerikanischen Nation wenige Stunden vor der Entscheidung.

„Amerika wählt - wer wird der nächste Präsident?“ (Dienstag, 3. November, 22.50 Uhr, ARD)

Mit über zehn Stunden Live-Berichterstattung in der Wahlnacht hält die ARD mit der Nachrichtensendung „Amerika wählt - wer wird der nächste Präsident?“ auf dem Laufenden. Im Zusammenspiel mit zahlreichen Experten präsentiert Moderator Andreas Cichowicz die wichtigsten Entwicklungen aus den Staaten. Zahlenmaterial und die Ergebnisse aus den Bundesstaaten liefern Jörg Schönenborn und sein Team. Außerdem erwarten die Zuschauer in der Nacht auf Mittwoch Reportagebeiträge und Berichte der US-Korrespondenten live vor Ort.

„Die Nacht der Entscheidung“ (Dienstag, 3. November, 0.15 Uhr, ZDF)

Auch das ZDF berichtet in der Wahlnacht live. Ab 0.15 Uhr melden sich die stellvertretende Chefredakteurin des ZDF, Bettina Schausten, und Christian Sievers, Moderator des „heute journals“ und der „heute“-Nachrichten, aus dem Zollenhof in Berlin. Trends und Entwicklungen im Netz und in den sozialen Medien verfolgt Hanna Zimmermann („heute journal update“), und Elmar Theveßen berichtet aus Washington. Neben Live-Schalten von ZDF-Reportern aus verschiedenen Bundesstaaten haben sich für die Sendung zahlreiche prominente Gäste angekündigt, etwa die Bundespolitiker Peter Altmaier, Katja Kipping und Sigmar Gabriel.

„Brennpunkt: Amerika hat gewählt“ (Mittwoch, 4. November, 20.15 Uhr, ARD)

Zweite Amtszeit für Donald Trump oder Wahlsieg von Joe Biden? Mit dem „Brennpunkt: Amerika hat gewählt“ schafft die ARD einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der Wahlnacht. Außerdem fängt die Sendung live aus dem ARD-Studio in Washington Reaktionen zur US-Wahl ein, und die ARD-Korrespondenten sowie weitere Experten bewerten das Wahlergebnis. Direkt im Anschluss ordnet Sandra Maischberger gemeinsam mit ihrer Expertenrunde bei „maischberger. US-Wahl 2020“ (ab 21 Uhr) den Ausgang der Abstimmung ein.

teleschau

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