Niki Lauda ist tot

So trauert die Welt um Niki Lauda

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Die Welt trauert um Niki Lauda. Der Österreicher verstarb im Alter von 70 Jahren in Wien.

Niki Lauda ist tot.

Der einstige Formel-1-Profi ist am Montag im Alter von 70 Jahren verstorben, wie sein Arzt Walter Klepetko laut Medienberichten bestätigte. Auch seitens Laudas Fluggesellschaft Laudamotion gab es eine offizielle Mitteilung zum Tod der Rennsport-Ikone. Dort heißt es: „In tiefer Trauer geben wir bekannt, dass unser geliebter Niki am Montag, den 20.05.2019 im Kreise seiner Familie friedlich entschlafen ist. Seine einzigartigen Erfolge als Sportler und Unternehmer sind und bleiben unvergesslich.“

Mittlerweile haben bereits etliche Weggefährten des Österreichers über die sozialen Medien ihr Beileid bekundet. So schreibt beispielsweise Laudas ehemaliger Rennstall Ferrari: „Heute ist ein trauriger Tag für die Formel 1.“ Und ergänzend: „Er wird auf ewig in unseren Herzen und in denen der Fans bleiben.“ Der Rennstall McLaren, für den er von 1982 bis 1985 im Cockpit saß, äußerte sich zu Laudas Tod: „Niki wird für immer in unseren Herzen bleiben und in unserer Geschichte verankert sein.“

Auch der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen meldete sich zu Wort: „Ein ganz Großer und Schillernder, ein Idol und ehrgeiziger Kämpfer, der nie aufgegeben hat, ist von uns gegangen. Wie kein anderer hat Niki Lauda unser Bild vom Rennsport, von der Formel 1 geprägt.“ Besonders emotional sind die Worte von Ex-Formel-1-Profi Nico Rosberg: „Lieber Niki. Danke für alles. Ich habe so viel von dir gelernt. Deine Leidenschaft, deinen Kampfgeist, deine Wiedergutmachungsstärke, und sogar deine Geduld mit uns jungen Fahrern!“

Der Privatsender RTL, für den Lauda von 1996 bis 2017 als Experte gearbeitet hatte, zeigte sich ebenfalls tief bestürzt über den Verlust: „Danke für die vielen gemeinsamen Momente. Wir ziehen unsere Kappe vor dir!“ Die rote Schirmmütze galt als Markenzeichen des Kult-Sportlers, der im Jahr 2013 sogar ein Hollywood-Denkmal erhalten hatte: In Ron Howards Motorsport-Epos „Rush - Alles für den Sieg“ schlüpfte Daniel Brühl in die Rolle des streitbaren Österreichers, der zeitlebens mit Sarkasmus und Selbstironie die Herzen der Zuschauer gewann. Mit Sprüchen wie: „Nachdem ich in meinem Beruf nur vom rechten Fuß lebe, ist es mir egal, wie ich ausschaue“ oder „Der Mensch ist bereit alles zuzugeben. Nur nicht, dass er ein schlechter Autofahrer ist“ bleibt Lauda unvergessen.

Neben seinen Erfolgen 1975, 1977 und 1984 dürften viele vor allem eines mit dem gebürtigen Wiener verbinden: Seinen Horrorcrash im Jahr 1976. Auf der Nordschleife des Nürburgrings wurde Lauda in einen verheerenden Unfall verwickelt und saß fast eine Minute lang in seinem brennenden Wagen. Schwere Verbrennungen waren die Folge, zudem wurde seine Lunge durch Verätzungen und das Einatmen giftiger Dämpfe arg in Mitleidenschaft gezogen. Die Einnahme von aggressiven Medikamenten sorgte im Nachhinein dafür, dass er bereits zweimal auf eine Spenderniere angewiesen war. Im vergangenen Sommer wurde ihm eine neue Lunge transplantiert, nachdem er eine Grippe verschleppt hatte. Anfang 2019 musste er sich dann aufgrund einer erneuten Grippeerkrankung wieder ins Spital begeben.

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