„The Masked Singer“

„The Masked Singer“-Fans laufen Sturm gegen Werbeflut: „Langsam nervt es richtig!“

Matthias Opdenhövel verbringt bei "The Masked Singer" viel Zeit damit, die vielen Werbeblöcke anzukündigen.
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Matthias Opdenhövel verbringt bei „The Masked Singer“ viel Zeit damit, die vielen Werbeblöcke anzukündigen.

„Gleich bisschen Werbung gucken, zwischendurch soll aber mal #maskedsinger kommen.“ - Mit zunehmendem Sarkasmus kommentieren die Fans in den sozialen Medien, wie konsequent der Sender ProSieben seine größte Erfolgsshow für kommerzielle Zwecke verwertet..

Von den rund 210 Sendeminuten der am Dienstagabend ausgestrahlten vierten „The Masked Singer“-Folge entfielen diesmal wohlwollend geschätzt 40 Minuten auf die zehn Songs - und deren 52 auf sechs Werbeblöcke. Ein ums andere Mal kündigte Moderator Matthias Opdenhövel lächelnd und nicht einmal schamesrot an: „Nach einer ganz kurzen Pause sind wir wieder da!“ Jeweils gefolgt von einem „Extraspot“ („Nach nur einem Spot sind wir zurück“). Blieben fast zwei Stunden für Kandidatenpräsentation, Indizienfilmchen, haspelnd artikulierte heillose Verwirrung beim Rateteam und fröhliches Rumgewitzel mit Opdenhövel.

„The Masked Singer“ (ProSieben): Zuschauer zunehmend frustriert

Bei den immer noch zahlreichen Fans der Musik- und Maskeradeshow stößt die Werbeflut auf immer mehr Unverständnis. Auch diesmal kommentierten die Twitter-User bissig: „Gleich läuft endlich wieder die Sendung zwischen der Werbung.“ Oder: „A was? Werbung? Das waren jetzt 12 Minuten Werbung, 9 Minuten Sendung und wieder 12 Minuten Werbung?“ - „Langsam nervt es richtig“, bemerkt ein anderer. Die Verzweiflung scheint allenthalben groß zu sein: „Und es war so klar... Die Werbung. Kann man die nicht einfach weglassen?“

Nein, das kann „man“ wohl nicht. In Zeiten einbrechender Werbemärkte ist ein Quotenhit wie „The Masked Singer“ für einen Privatsender eine Art Rettungsanker. Die ungebrochen starke Reichweite gibt ProSieben Recht. Bei den jungen und als „werberelevant“ eingestuften Zuschauern der Alterskohorte 14 bis 49 Jahre wurde am Dienstagabend ein fulminanter Marktanteil von 23,7 Prozent gemessen. Insgesamt schalteten etwas mehr drei Millionen Zuschauer ein.

„The Masked Singer“ (ProSieben): Wigald Boning war der Frosch

Die bekamen auch diesmal einen jener Prominenten zu Gesicht, die sich unter den aufwendig gebastelten Kostümen der Show verbergen. Lüften musste seine Maske der Frosch. Wie vom Rateteam (Sonja Zietlow, Bülent Ceylan und als Gast Elton) sowie den Usern der ProSieben-App mehrheitlich erahnt, wurde der Komiker Wigald Boning enttarnt. Zwar hatte der durchaus sängerisch begabte Allrounder (vor 25 Jahren hatte er als „Die Doofen“ mit der Single „Mief!“ einen Nummer-eins-Hit) versucht, seine Stimme zu verstellen. Aber gerade beim letzten Song „Kung Fu Fighting“ als „Kung Fu Frog“ klang der kieksende Wigald schon arg durch.

„Diese Show ist ein Abenteuer“, befand nicht nur der frisch enttarnte Frosch begeistert. Obwohl er ein bisschen enttäuscht war: „Ich hatte mir noch so viel vorgenommen“, verriet Boning: „Ich wollte als Erster in diesem Jahr auf einer Bühne 'White Christmas' singen.“ Dazu wird es nicht kommen im Halbfinale, das ProSieben kommende Woche Montag, 16. November, 20.15 Uhr zeigt. Wegen einer Länderspielübertragung verlässt „The Masked Singer“ einmalig den gewohnten Dienstagssendeplatz.

teleschau

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