„Höhle der Löwen“-Investor

„Stümperhaft“: Frank Thelen rechnet mit deutscher Klimapolitik ab - und plädiert für Atomkraft

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Frank Thelen, Unternehmer und Investor bei „Die Höhle der Löwen“, verurteilt in der Sendung „Klamroths Konter“ die aus seiner Sicht „stümperhafte“ Klimapolitik der Bundesregierung.

Unternehmer Frank Thelen weiß nicht nur genau, wie man ein gutes Geschäft macht, er hat auch eine klare Meinung zur aktuellen Klimapolitik der Bundesregierung.

„Mein Eindruck ist, dass die Bundesregierung fast schon stümperhaft damit umgeht“, erklärte der „Höhle der Löwen“-Investor am Dienstagabend in der Sendung „Klamroths Konter“ beim Nachrichtensender n-tv. Die Politik gehe mit dem Thema nicht angemessen um, erklärt er weiter.

Thelen selbst habe bereits in Wind- und Solarenergie investiert, doch die Umstellung auf neue Energieträger gehe nicht schnell genug. Schlimmer werde die Lage durch „weltweit 1.700 Kohlekraftwerke, die CO2 in Masse ausstoßen werden“, welche aktuell im Bau oder in Planung seien. „Das erträgt unser Planet, aber wir als Menschen - wenn wir hier drauf bleiben wollen - ertragen das nicht.“

Ist Atomkraft die Lösung?

Es ist nicht das erste Mal, dass der Unternehmer sich öffentlich zum Klimawandel äußert. In einem Gastbeitrag für „Bild“ schrieb Thelen Ende September, dass er sich sehr über sich selbst ärgere, sich nicht bereits früher mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben. „Wir hätten längst reagieren sollen, bevor sich die Generation unserer Kinder aus Angst um ihre Zukunft auf die Straße begibt.“

„Das von der deutschen Regierung verabschiedete Klimapaket ist ein Armutszeugnis“, schrieb Thelen bei „Bild“. Die Zeit laufe uns davon, Menschen würden an den direkten und indirekten Folgen des Klimawandels sterben. „Wenn wir noch sieben Jahre so weitermachen wie bisher, ist das 1,5-Grad-Ziel nicht mehr zu halten. Mit jedem halben Grad mehr setzen wir die Leben unzähliger Menschen aufs Spiel.“

Als mögliche Lösung, den CO2-Ausstoß zu verringern und das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen, schlug Thelen im n-tv-Talk nun abermals vor, auf Atomkraft zu setzen. „Ich habe auch früher gelernt, dass Atomkraft schlecht ist. Das ist aber nicht der Fall“, erklärte der 45-Jährige im Gespräch mit Moderator Louis Klamroth. Mit einer neuen Generation von Kraftwerken, die sicherer sei und keinen neuen Atommüll produziere, könne man die Welt über viele Jahre mit Energie beliefern.

teleschau

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