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Teenie-Romanze fürs Heimkino: „Den Sternen so nah“

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Gardner (Asa Butterfield) und Tulsa (Britt Robertson) sind im wahren Leben nicht eben auf Rosen gebettet. Schön, wenn's dann wenigstens mal Blumen regnet.

Peter Chelsom inszeniert eine Teenie-Romanze. Oder ein Roadmovie. Oder einen Sci-Fi-Thriller. Oder ein Familiendrama. So ganz genau weiß er das leider auch nicht.

Intelligent, sensibel, freundlich, dabei gerne ein ganz kleines bisschen verschroben: Für das durchschnittliche Teenie-Mädchen dürfte so ungefähr der Traumtyp aussehen. Problem nur: Solche Typen gibt es nicht besonders häufig auf der Erde. Angesichts dessen hat Tulsa (Britt Robertson) ziemlich großes Glück - ihr Freund ist tatsächlich nicht von dieser Welt. Genauer gesagt kommt Gardner (Asa Butterfield), der all diese Eigenschaften auf sich vereint, vom Mars. Das bringt dann aber wieder ganz andere Schwierigkeiten mit sich, wie Peter Chelsom in „Den Sternen so nah“ (2016) jetzt auch den Heimkino-Zuschauern zeigt. Mit der Sci-Fi-Romanze hat sich der Regisseur ganz schön viel vorgenommen. Zu viel.

In einer gar nicht so weit entfernten Zukunft reist eine Gruppe Astronauten im Auftrag des Raumfahrt-Mäzens Nathaniel Shepherd (Gary Oldman mit übler Matte) auf den Mars - mit dem Ziel, ihn bewohnbar zu machen. Doch die Besiedelung beginnt früher als geplant: Eine von ihnen ist schwanger und bringt ihren Sohn auf dem roten Planeten zur Welt. Gardner, das erste genuine Marsmännchen, wächst dort abgeschirmt von der Weltöffentlichkeit unter Wissenschaftlern auf.

Der Junge sehnt sich nach nichts mehr, als endlich mal zum ihm unbekannten Heimatplaneten aufzubrechen. Dafür hat er gleich zwei Gründe: Zum einen will er herausfinden, wer sein Vater ist. Und zum anderen will er endlich das Mädchen treffen, mit dem er schon seit Langem per Chat anbandelt.

Doch als es endlich so weit ist, erlebt Gardner eine bittere Enttäuschung: Sein Körper, aufgewachsen in der geringen Gravitation des Mars, ist nicht für das Leben auf der Erde gemacht. Seine Knochen sind zu brüchig, sein Herz (Achtung: Metapher!) ist zu groß. Und so wird das, was er als Entdeckungsreise geplant hatte, zum Wettlauf mit der Zeit: Gardner muss der NASA entfliehen, erst seine Freundin und dann seinen Vater finden und ganz nebenher ein bisschen die Welt kennenlernen, während die obligatorischen Regierungshelikopter ihn verfolgen - und das alles, bevor sein Herz versagt.

Klingt ein bisschen kopflos? Sieht auch so aus. Denn so wie sein Held Gardner will Regisseur Chelsom alles - und das ist schlicht ein bisschen zu viel. Klar, die Teenie-Romanze steht im Vordergrund, aber hormonbelastete Heranwachsende dürften bereits die arg lang geratene Weltraum-Wissenschafts-Expedition zu Beginn des Films kaum durchstehen.

Erhältlich auf DVD, BD und als Video-on-Demand.

tsch

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