„Free ESC“ auf ProSieben

Stefan Raab enthüllt: ESC-Konkurrenz-Show soll jedes Jahr stattfinden

Eine von 15 Sängerinnen und Sängern, die bei Stefan Raabs „Free ESC“ antreten: Vanessa Mai vertritt Kroation, das Land ihres Vaters.
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Eine von 15 Sängerinnen und Sängern, die bei Stefan Raabs „Free ESC“ antreten: Vanessa Mai vertritt Kroation, das Land ihres Vaters.

ProSieben gibt Details zu Stefan Raabs „Free ESC“-Show bekannt, die zeitgleich zum ARD-Live-Event läuft: Die Namen von acht prominenten Länder-Sängern wurden vorab verraten.

15 Sänger und Musiker treten am kommenden Samstag zeitgleich zur ESC-Ersatzshow im Ersten „live“ in einem Kölner Fernsehstudio an, um trotz des ausfallenden Groß-Events in Rotterdam doch noch so ein bisschen echten musikalischen Länderkampf zu bieten. Dabei hüllten Ideengeber Stefan Raab und sein Sender ProSieben die Namen der Teilnehmer lange Zeit in Schweigen. In einer Online-Pressekonferenz zur „Free ESC-Show“ (Samstag, 16. Mai, 20.15 Uhr, ProSieben) standen nun Senderchef Daniel Rosemann sowie die Moderatoren Steven Gätjen sowie die ehemalige ESC-Gewinnerin Conchita Wurst Rede und Antwort.

Insgesamt wurden acht Sänger, jedoch nicht der deutsche Vertreter „enthüllt“: So tritt Schlagerpopstar Vanessa Mai für Kroatien an, Oonagh singt für Bulgarien und Eko Fresh mit Umut Timur für die Türkei. Kelvin Jones vertritt das Vereinigte Königreich, „Masked Singer“-Teilnehmer Mike Singer Kasachstan. Ebenso dabei: Josh für Österreich, Sarah Lombardi für Italien und Sion Hill für Irland. Alle Sänger, so Daniel Rosemann, hätten eine „direkte Linie“ zum Land, das sie vertreten. „Es reicht nicht, dass man da gerne mal in den Urlaub hinfährt.“ Entweder stammen die Künstler selbst aus dem entsprechenden Land oder ihre Eltern sind von dort eingewandert.

Die allerwichtigste Frage wurde nicht beantwortet. Wer Deutschland beim Sängerwettstreit vertritt, bleibt wohl bis Samstagabend offen. Stefan Raab, der angekündigt hatte, es würde eine „echte Legende“ antreten, wurde von Moderator Steven Gätjen insofern präzisiert, als dass es sich um eine Person handelt, „die unfassbar gut aussieht“. Gesungen werden im Übrigen „neue, frische Songs“, aber nicht unbedingt Weltpremieren. Das heißt, den ein oder anderen Song könnte man schon mal gehört haben. Auch werden keineswegs nur englische Titel geträllert. „Man wird viele Sprachen hören“, hieß es vonseiten der Show-Macher.

„Free ESC“ ab sofort jedes Jahr - aber nicht mehr als direkte Konkurenz?

Auch zum Ablauf der Live-Show erteilten die Verantwortlichen Auskunft. So werde es eine Live-Band geben, welche die singenden Teilnehmer an den Instrumenten unterstützt. Jeder Act werde dennoch einen anderen Bühnenaufbau haben - trotzdem sollen die Umbaupausen zwischen den Auftritten kurz bleiben. Über den Sieger entscheiden im deutschen Sprachraum Zuschauer per Telefon und SMS, im Ausland vergeben fünfköpfige Jurys die Punkte.

Darunter finden sich auch prominente Bewerter: Dass Lukas Podolski für Polen antritt, war schon seit ein paar Tagen klar. Mit dem Ex-Spice Girl Melanie C fürs Vereinigte Königreich und „jemandem aus der Kelly Family“ für Irland wurden am Donnerstagmorgen weitere Länder-Entscheider bekannt gegeben.

Überhaupt könnte der „Free ESC“ in den nächsten Jahren zu einem größeren internationalen Projekt anwachsen. ProSieben gab im Zuge der Pressekonferenz bekannt, dass man plane, das Event ab sofort jedes Jahr stattfinden zu lassen. Man sei dabei, ein Netzwerk in Richtung aufzuspannen, um nach und nach noch prominentere Künstlerinnen und Künstler als Teilnehmer für den „Free ESC“ zu gewinnen.

Dass die Show dann wieder in direkter Quotenkonkurrenz zum „richtigen“ ESC der ARD stattfinden wird, ist eher nicht zu erwarten. Senderchef Rosemann gab zu, dass zur Zeit der Planung für den „Free ESC“ gar kein ARD-Live-Event geplant gewesen sei. Eine nationale Live-Show mit Abstimmungswettbewerb aus der Hamburger Elbphilharmonie, moderiert von Barbara Schöneberger, wurde tatsächlich erst als Reaktion auf den „Free ESC“ vom Ersten ins Programm gehievt. Ursprünglich sollte nur eine holländische Ersatz-Show mit Video-Schalten-Musik im Ersten zu sehen sein.

teleschau

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