Angestammter Sendeplatz weg

„Spiegel TV“ vor dem Aus?

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Seit 1988 moderiert Maria Gresz „Spiegel TV“, bis 2008 noch zusammen mit Stefan Aust.

Im kommenden Jahr feiert „Spiegel TV“ 30-jähriges Bestehen - und geht möglicherweise ein letztes Mal auf Sendung.

Denn das Nachrichtenmagazin verliert seinen angestammten Sendeplatz am Sonntagabend, da die Niedersächsische Landesmedienanstalt die Sendezeiten für die Drittfenster bei RTL neu ausgeschrieben hat. Das bedeutet, das sogenannte Drittformate wie „Spiegel TV“ in Zukunft nur noch am Samstag von 19.05 Uhr bis 20.15 Uhr, am Montag von 23.25 bis 0.00, am Dienstag von 0.30 Uhr bis 1.15 Uhr und ebenfalls am Dienstag von 1.15 bis 1.45 Uhr ausgestrahlt werden können.

Sollte „Spiegel TV“ den einzig attraktiven dieser Sendeplätze - den Samstagabend - nicht bekommen, könnte das Format im kommenden Jahr, wenn die neue Regelung in Kraft tritt, nicht mehr bei RTL zu sehen sein. Denn die nächtlichen Sendeplätze sind für Werbekunden kaum attraktiv, und „Spiegel TV“ ist aus Einnahmen aus Werbung angewiesen.

Die Entscheidung der Niedersächsischen Landesmedienanstalt fiel in Absprache mit RTL. Der Kölner Sender will den lukrativen Sonntagabend freier gestalten können und nicht mehr mit nur einem Format bestücken müssen. Vor allem wolle man nach dem Spielfilm, der schon jetzt den Sonntagabend einleitet, kein Politmagazin zeigen müssen, sondern stattdessen Formate, die den Zuschauer beim Sender halten. Ob „Spiegel TV“ dann bei einem anderen Sender zu sehen sein wird, ist noch völlig offen.

tsch

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