Läster-Attacke der Zuschauer

Promi Big Brother (Sat.1): Einschaltquoten-Debakel - Trash-Fans lästern über Knast-Cast

„Promi Big Brother“ hat viele Trash-Fans bitterböse enttäuscht. Der Cast wird von einer Läster-Welle der Zuschauer überrollt. Kann Sat.1 das Ruder noch herumreißen?

  • Die TV-ShowPromi Big Brother“ flimmert seit dem 7. August über die Mattscheibe.
  • Als die Kandidaten für den Trash-Knast bekannt wurden, waren die Fans der Sat.1-Show komplett enttäuscht.
  • Die schlechtesten Einschaltquoten ever stellen TV-Sender und Trash-Cast vor enorme Herausforderungen.

Köln - Ganz verrückt waren die Zuschauer in den vergangenen Jahren auf das Trash-Format Promi Big Brother“. Sat.1 erzielte mit den Dramen im TV-Container teils sensationelle Einschaltquoten. An diese Erfolge will der TV-Sender im Jahr 2020 anknüpfen und sperrt die Z-Promis ganze drei, statt der üblichen zwei Wochen, in den TV-Knast.

Da auch die Light-Version, „Big Brother“ für Normalos, im Frühjahr 2020 nicht den gewünschten Erfolg brachte, hatte der TV-Sender endlich auf bessere Quoten gehofft. Doch bereits bei der Verkündung der „Promi Big Brother“-Kandidaten waren die Fans maßlos enttäuscht. Kein TV-Zuschauer wusste, wer die sogenannten Promis überhaupt waren. nordbuzz.de weiß, ob und inwiefern Sat.1 die Trash-Show in den Sand gesetzt hat.

Erstausstrahlung von Promi Big Brother:13. September 2013
Sender:Sat.1
Anzahl der Folgen:105
Besetzung:Jochen Schropp, Oliver Pocher,Jochen Bendel, Ilka Bessin, Melissa Khalaj, Martin Semmelrogge
Nominierungen:Deutscher Fernsehpreis - Publikumspreis

Promi Big Brother (Sat.1): Heftige Kritik an Trash-Cast - TV-Fans feiern lediglich Märchenwald-Kulisse

Alle „Promi Big Brother“-Fans fieberten dem 7. August entgegen, denn dann ist endlich die neue Staffel des beliebten Trash-Formats gestartet. Doch als Sat.1 kurz vor Sendestart die Namen der 16 Kandidaten enthüllte, waren die Anhänger des TV-Containers so gar nicht glücklich mit der mageren Auswahl. Auf Twitter legten die Fans so richtig los und wetterten gegen den TV-Sender.

Die Einschaltquoten von „Promi Big Brother“ sind nicht unbedingt so gut wie im letzten Jahr (nordbuzz.de-Montage).

Eine Twitter-Userin schrieb zum Beispiel voller Häme: „Ich musste schon etwas lachen ..“Prominente“ ist wirklich ein bisschen hoch gegriffen. Außer Kathy Kelly ist da nicht so viel Promi drin.“ Ein anderer Tweet zum „Promi Big Brother“-Cast lautete: „Viel Spass beim Quoten erreichen. Das kann nur schief gehen. Habt ihr nichts gelernt mit der Truppe von Normalos?“ Tja, Sat.1, das war wohl ein übler Griff ins Klo. Wie wäre es, wenn ihr euch mal echte Promis ins Haus holt? Aber auf dieses erbärmliche Niveau würden sich echte TV-Stars wie Dieter Bohlen, Heidi Klum und Co. sicherlich nicht herab lassen.

Promi Big Brother (Sat.1): A-Promis sind so zugeknöpft und geben nichts preis

Die Zuschauer haben auch in der zweiten Woche noch Zweifel, warum die Kandidaten als Promis bezeichnet werden. Nun gibt es Unterstützung von Moderator Jochen Bendel, wie Promiflash berichtet. Bendel moderiert zusammen mit Melissa KhalajPromi Big Brother - Die Late Night Show“. Er habe gegenüber spot on news erklärt, warum er sich keine größeren Stars - oder überhaupt „Stars“ - für „Promi BB“ wünscht. Die wirklichen A-Promis, die der Zuschauer aus dem Fernsehen kenne, seien so zugeknöpft.

Jochen Bendel und Melissa Khalaj lästern bei „Promi Big Brother - Die Late Night Show“. Bendel setzte sich nun aber für die Kandidaten ein.

„Die machen bei solchen Formaten nicht mit, haben Angst, etwas preiszugeben“, sagt Jochen Bendel. Man könnte ihnen bei Promi Big Brother dann drei Wochen beim auf der Couch hocken zusehen, während sie nichts erzählen. „Da sagen die Leute dann ja auch: Das bringt nichts.", sagt er. Es sei vielmehr so, dass aus dem TV-Container neue Stars hervorgehen.

Zwar war die Kritik am Trash-TV-Cast vernichtend, doch immerhin haben sich die Fans in das Märchenwald-Kulisse der diesjährigen „Promi Big Brother“-Staffel verliebt. Die Sat.1-Show, die in Köln stattfindet, ist in den höchsten Tönen gelobt worden, darunter fanden sich beispielsweise Kommentare wie: „Ich glaube, das könnte glatt die beste Kulisse aller Zeiten sein“ oder „Der Märchenwald ist echt gut geworden, muss man schon sagen“.

Promi Big Brother (Sat.1): Katastrophale Einschaltquoten zum Staffelstart - Negativrekorde gebrochen

Zwar gefällt den „Promi Big Brother“-Zuschauern die Märchenwald-Kulisse, die Kritik an den Bewohnern ebbt jedoch nicht ab. In der zweiten Freitagabend-Liveshow ist Alessia-Millane Herren, die Tochter des Schlagerstars Willi Herren, in den TV-Container eingezogen und ging direkt auf Emmy Russ los. Erneut stehen die Fans vor der Frage, wodurch die 18-Jährige den Titel „Promi“ verdient. Das Interesse an dem Trash-Format steigt nur sehr langsam wieder, nach dem katastrophalen Absturz der Einschaltquoten in der ersten Woche.

Sat.1 muss sich etwas einfallen lassen, wenn der TV-Sender nicht noch mehr „Promi Big Brother“-Fans verlieren vergraulen will. Die Z-Promis im Märchenland alleine schaffen es nicht, das Ruder bei den miesen Einschaltquoten herumzureißen. Während bei Sendung zum Staffel-Start am 7. August noch etwa 1,88 Millionen Menschen zuschauten, bricht die TV-Show seitdem alle Negativrekorde.

So stammt die niedrigste jemals ermittelte Einschaltquote von „Promi Big Brother“ aus dieser Staffel. Auch wenn die zweite Freitagabend-Liveshow mit 1,59 Millionen Zuschauern den schlechtesten Wert der Staffel eingebracht hat, haben am Samstagabend ein paar mehr Fans eingeschaltet. So stieg die Zahl der TV-Zuschauer auf 1,62 Millionen. Also von einer Wende, Sat.1, kann längst noch nicht die Rede sein.

Das fehlende Interesse scheint aber nicht nur an den unbekannten Z-Promis von „Promi Big Brother zu liegen, denn die Kritik richtet sich nicht nur gegen den schlechten Trash-Cast selbst. Verärgert sind die Zuschauer auch über die Organisation der TV-Show, Technikprobleme, Entscheidungen des „großen Bruders“ und über Moderatorin Marlene Lufen.

Kurz sah es so aus, als ob Alessia-Millane Herren etwas Schwung in den Laden bringt. Mit ihr hatte zumindest Emmy Russ schon vor der Sendung Streit. Stress war also sicher, was die Sendung auf Sat.1 endlich hätte spannend machen können. Die Willi Herren-Tochter blieb allerdings nur für drei Übernachtungen und musste das Märchenland auf Wunsch der Zuschauer direkt wieder verlassen.

Können Spannungen zwischen den anderen Knast-Kandidaten und reichlich Zickereien die miesen Einschaltquoten von „Promi Big Brother“ dennoch in die Höhe treiben? Über Udo Bönstrup und Ramin Abtin gibt es bestimmt auch fiese Gerüchte.

Sind wir mal ehrlich: Auch wenn sich Alessia und Emmy ausgesprochen haben und ihre Beziehung auf null setzen wollten, ist das letzte Wort im Zickenkrieg zumindest für die Zeit bei Promi Big Brother gesprochen. Die Tochter des Schlagerstars Willi Herren sorgte aber nicht nur bei Emmy Russ für Aufregung. Schaut man sich die Einschaltquoten an, hat zumindest Alessias Auszug für Interesse bei den TV-Zuschauern gesorgt interessiert. Mit 1,73 Millionen Menschen vor dem Fernseher erreichte die Show die höchste Quote seit der Einzugs-Show am 7. August.

Promi Big Brother (Sat.1): Quoten-Push - flammt Zoff zwischen den Kandidaten kurz vor dem Finale so richtig auf?

Die nächste „Promi Big Brother“-Live-Show startet bereits am 21. August auf Sat.1. Dort wird sich zeigen, wie harmonisch die Trash-TV-Wohngemeinschaft funktioniert. Eins ist jedenfalls schon sicher, wenn wieder Zoff zwischen den Kandidaten aufflammt, bekommen die TV-Zuschauer den Stoff geliefert, wovon das Trash-Format lebt. Und so kurz vor dem Finale dürfen bei dem ein oder anderen auch langsam die NErven blank liegen.

Vielleicht beschimpft Simone Mecky-Ballack aber auch wieder die Sat.1-Zuschauer, weil sie Entscheidungen treffen, die ihr nicht gefallen. Die schickten Emmy Russ nämlich direkt wieder in den Märchenwald, obwohl sie für ihre Gruppe einen Umzug ins Märchenschloss erspielt hatte. Simone fand das „richtig asozial“. Ist das gute Promotion für die Sendung? Wir warten mal ab.

Rubriklistenbild: © Britta Pedersen/picture alliance & Marc Rehbeck/Sat.1 & Willi Weber/Sat.1

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare