Academy Award

Oscars 2021 Gewinner: Beste Nebendarstellerin hat Spaß mit Brad Pitt

Dank der Corona-Pandemie waren die Oscars 2021 eine Preisverleihung der anderen Art. Nun stehen die Gewinner der Oscars 2021 in allen 23 Kategorien fest.

Los Angeles – In Los Angeles fand in der Nacht zu Montag die 93. Verleihung der Oscars 2021 statt. Wer staubte einen der heißbegehrten Goldjungen ab und wer ging leer aus? nordbuzz.de hat alle Preisträgerinnen und Preisträger der 23 Kategorien im Oscars 2021 Gewinner Überblick.

Datum:26. April 2021, 2:00 AM MEZ
1. Verleihung des Oscars:16. Mai 1929
Ort:Dolby Theater, Union Station, Los Angeles
Sender:ProSieben
Moderator ProSieben:Steven Gätjen

Oscars 2021: 93. Preisverleihung der Academy Awards aufgrund der Corona-Krise an zwei Orten

And the Oscars goes to.... Auf diesen Moment hat ganz Hollywood gewartet. In Los Angeles wurden in der Nacht zu Montag zum 93. Mal die Oscars verliehen. 23 Kategorien, mehr als 120 nominierte Filme, Schauspieler, Regisseure und andere Filmschaffende – die „Academy of Motion Picture Arts and Sciences“ hat entschieden, wer einen der heißbegehrten Goldjungen mit nach Hause nehmen darf.

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Oscar-Verleihung nicht nur von Februar auf April verschoben, sondern fand auch an zwei verschiedenen Orte* statt: Union Station und Dolby Theatre in Los Angeles, wie die tz.de in ihrem Ticker berichtet.

Oscars 2021: Nomadland ist der Gewinner des Abends – Nomadland ist „Bester Film“ und Chloé Zhao sichert sich Oscar für „Beste Regie“

„Nomadland“ ist mit drei Oscars 2021 Gewinner des Abends. Neben dem Oscar für „Bester Film“ sahnte Chloé Zhao auch den „Academy Award of Merit“ in der Sparte „Beste Regie“ ab. Damit ist sie erst die zweite Frau in der langen Geschichte der Oscar-Verleihung, die in der Kategorie „Beste Regie“ triumphiert und die als erste nicht-weiße Regisseurin Filmgeschichte schreibt. Im Jahr 2010 gewann Kathryn Bigelow einen Oscar für „The Hurt Locker - Tödliches Kommando“.

Noch im vergangenen Jahr hatte der Film „Parasite“ als großer Oscar Gewinner 2020 die Preisverleihung der „Academy Awards“ verlassen. Unter anderem gewann die fantastische Mischung aus Tragikomödie und blutigem Horror in insgesamt sechs Kategorien die „Oscars“ genannten Academy Awards, darunter „Bester Film“, „Beste Regie“ und „Bestes Originaldrehbuch“ sowie „Bester Schnitt“.

Somit setzte sich der moderne Klassiker gegen namhafte Konkurrenz durch. Auf der Oscar 2020 Shortlist standen berühmte Filme wie The Irishman, Jojo Rabbit, Marriage Story oder Once upon a time … in Hollywood.

„Nomadland“ ist mit drei Academy Awards DER Gewinner bei 93. Oscar-Verleihung.

Oscars 2021 Shortlist: Nomadland von Regisseurin Chloé Zhao überzeugt gegenüber stark Konkurrenz

Starke Konkurrenz gab es auch bei Oscars 2021 Shortlist in der Kategorie „Bester Film“. Am Ende konnte sich „Nomadland“ von Regisseurin Chloé Zhao aber gegen die restlichen sieben für die Oscars 2021 nominierten Filme durchsetzen.

Darunter war beispielsweise auch der Film „Mank“ von Regisseur David Fincher. Der vorab der Academy Awards zehn Oscar-Nominierungen 2021 eingeheimst hatte. Bereits im Vorfeld konnte „Nomadland“ beim Filmfest Venedig, den Golden Globes und bei den britischen Baftas Filmpreisen abräumen.

Frances McDormand erhält den Oscars 2021 als „Beste Hauptdarstellerin

Frances McDormand ist die Oscar-Gewinnerin 2021. Die Schauspielerin sahnte den begehrten Goldjungen Preis als „Beste Hauptdarstellerin“ ab. Sie wurde für ihre beeindruckende Rolle in „Nomadland“ von Regisseurin Chloé Zhao ausgezeichnet, der wegen der Corona-Pandemie auch hierzulande noch auf seinen Filmstart wartet.

Für Frances McDormand ist das bereits der dritte Oscar. Zuvor wurde sie bereits für ihre Rollen als Marge Gunderson in „Fargo“ im Jahr 1997 und als Mildred Hayes in „Three Billboards Outside Ebbing“ im Jahr 2018 geehrt.

„Bester Hauptdarsteller“: Überraschender Gewinner bei den Oscars 2021 – Anthony Hopkins anstatt Chadwick Boseman

Die größte Überraschung bei den Gewinnern der Oscars 2021 gab es wohl für alle in der Kategorie „Bester Hauptstarsteller“. Nachdem für Buchmacher und Experten im Vorfeld klar war, dass der mit gerade einmal 43 Jahren an Krebs verstorbene Chadwick Boseman bei den Oscars posthum geehrt wird, fiel am Ende des Abends die Wahl auf Anthony Hopkins.

Für viele eine Enttäuschung, nachdem die Rolle des ehemaligen „Black Panther“-Stars Chadwick Bosemanns als Blues-Trompeter Levee Green in „Ma Rainey’s Black Bottom“ bereits posthum Preise bei den Golden Globes, den Screen Actors Guild Awards, den Critics‘ Choice Movie Awards und dem Black Film Critics Circle eingebracht hatte.

Schauspieler Anthony Hopkins ist ältester Oscar-Gewinner aller Zeiten

Mit seinen 83 Jahren ist Hopkins der älteste Schauspieler, der jemals einen Oscar gewonnen hat. Bereits für seine Rolle als fieser Hannibal Lecter in „Das Schweigen der Lämmer“ hatte Sir Anthony Hopkins im Jahr 1992 einen der heißbegehrten Goldjungen gewonnen. Da Hopkins selbst nicht anwesend war, entfiel in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“ die Dankesrede.

„Bester internationaler Film“: „Der Rausch“ gewinnt bei den Oscar-Trophäe– Regisseur Thomas Vinterberg widmet verstorbener Tochter Ida den Film

Der Däne Thomas Vinterberg hat mit seiner Tragikomödie „Der Rausch“ den Oscar in der Kategorie „Bester internationaler Film“ gewonnen. In einer bewegenden Rede dankte Vinterberg seiner gestorbenen Tochter Ida*, die kurz vor Beginn der Dreharbeiten bei einem Auto-Unfall verstarb. Ursprünglich war geplant, dass sie eine der Hauptrollen spielt.

„Wenn wir uns nur trauen zu glauben, dass sie auf eine Weise hier bei uns ist - dann könntet ihr sie hier mit uns klatschen und jubeln sehen. Wir haben diesen Film als ein Monument für sie gemacht. Das ist ein Wunder und Ida - du bist ein Teil dieses Wunders“, so der Oscar-Gewinner unter Tränen.

Beste Nebendarstellerin ist Yoon Yeo-jeong und Auszeichnung für die Kategorie „Bester Nebendarsteller“ erhält Daniel Kaluuya

Hier lagen die Buchmacher wenigstens einmal richtig: Vorab war die 73-jährige Nordkoreanerin bereits für ihre Nebenrolle als schräge Großmutter in der Einwanderungstragikomödie „Minari“ in aller Munde. Gleiches galt für Schauspieler Daniel Kaluuya, der nun völlig zurecht für sein Wirken in „Judas and the Black Messiah“ einen Oscar im Trophäen-Schrank aufstellen kann.

„Beste Nebendarstellerin“ Yoon Yeo-jeong sorgt für Highlight-Moment – Schauspielerin mit Spitze gegen Brad Pitt

Für das humorvolle Highlight des Abends sorgte auf jeden Fall Yoon Yeo-jeong. Die „Beste Nebendarstellerin 2021“ bekam ihren Preis von Brad Pitt überreicht, der als „Bester Nebendarsteller 2020“ in seiner Rolle in „Once Upon a Time... in Hollywood“ ausgezeichnet worden war. Die nordkoreanische Schauspielerin ließ es sich nicht nehmen eine Spitze in Rchtung des Hollywoord-Stars zu feuern*.

„Mr. Brad Pitt, endlich! Schön, sie kennenzulernen“, sagte sie ins Mikrofon, bevor sie ihre Dankesrede begann.

Pikantes Detail. Eigentlich sollten sich die beiden bereits kennen. Immerhin spielte Pitt als Produzent maßgeblich Rolle bei dem Film, für den in „Minari“ ihren Oscar erhielt.

„Wo waren sie, als wir gefilmt haben?“, warf sie zudem noch hinterher.

Disney-Filmstudio dominiert weiterhin die Animationsfilme bei den Oscars - „Bester Animationsfilm“ geht an Soul

Das Disney Filmstudio Pixar räumte bereits zum elften Mal den begehrten Oscar für den besten Animationsfilm ab. Die Pixar-Trickkomödie „Soul“ über einen Jazzmusiker war bereits der elfte Erfolg in der Kategorie, die erst seit dem Jahr 2002 besteht. Regisseur Pete Docter durfte damit nach „Oben“ im Jahr 2009 und „Alles steht Kopf“ in 2015 bereits seinen dritten Oscar entgegennehmen.

„Bestes Drehbuch“ für Promising Young Women – Beste adaptierte Drehbuch „The Father“

Die beiden Drehbuchkategorien fanden ebenfalls würdige Sieger. Zum einen wurde die Britin Emerald Fennell für „Promising Young Woman“ für das beste Originaldrehbuch prämiert. Des Weiteren gewann Das Demenz-Drama „The Father“ die begehrte Oscar-Auszeichnung für das beste adaptierte Drehbuch. „The Father“ fußt auf einem Theaterstück beruht und von Christopher Hampton und Florian Zeller realisiert.

Netflix zählte bei den Oscars 2021 in Los Angeles zu den großen Gewinnern

Der Online-Anbieter Netflix konnte insgesamt sieben Oscars im Jahr 2021 verbuchen. Somit ließ die Online-Plattform alle anderen Filmstudios hinter sich und ließ die Konkurrenz richtig Staub schlucken.

Auf der einen Seite ein gutes Zeichen und ein wirklicher Erfolg, der weitere Werbung ist, um neue Online-Abonnenten für den Streamingdienst zu generieren. Und da sind solche erfolgreichen Abende natürlich Balsam auf die Produzenten-Seelen.

Immerhin lässt Netflix ja auch keine Gelegenheit aus, um den bei traditionellen Kinopreisen den alteingesessenen Filmstudios den Kampf anzusagen. Auf der anderen Seite konnte der Streamingdienst aber auch nicht den ganz großen Wurf landen. Dabei hatten sich die Netflix-Produktionen „Mank“ und „The Trial of the Chicago 7“ berechtigte Hoffnung auf die Auszeichnung für den Film des Jahres gemacht.

Am Ende lachten aber „Nomadland“ von Regisseurin Chloé Zhao und mit Frances McDormand in der weiblichen Hauptrolle zuletzt und Netflix schaute erneut buchstäblich in die Röhre.

Oscars 2021: Die Gewinner – Das sind die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger im Überblick

  • Bester Film: Nomadland – Produktion: Frances McDormand, Peter Spears, Mollye Asher, Dan Janvey und Chloé Zhao
  • Beste Regie: Chloé Zhao – Nomadland
  • Beste Hauptdarstellerin: Frances McDormand – Nomadland
  • Bester Hauptdarsteller: Anthony Hopkins – The Father
  • Beste Nebendarstellerin: Yoon Yeo-jeong – Minari – Wo wir Wurzeln schlagen
  • Bester Nebendarsteller: Daniel Kaluuya – Judas and the Black Messiah
  • Bester internationaler Film: Der Rausch (Druk), Dänemark – Regie: Thomas Vinterberg
  • Bestes Originaldrehbuch: Emerald Fennell – Promising Young Woman
  • Bestes adaptiertes Drehbuch: Christopher Hampton und Florian Zeller – The Father
  • Bester animierter Film: Soul – Pete Docter und Dana Murray
  • Bestes Kostümdesign: Ann Roth – Ma Rainey’s Black Bottom
  • Bester Schnitt: Mikkel E.G. Nielsen – Sound of Metal
  • Bester animierter Kurzfilm: If Anything Happens I Love You – Will McCormack und Michael Govier
  • Beste Filmmusik: Trent Reznor, Atticus Ross und Jon Batiste – Soul
  • Bester Ton: Nicolas Becker, Jaime Baksht, Michelle Couttolenc, Carlos Cortés und Phillip Bladh – Sound of Metal
  • Bestes Szenenbild: Donald Graham Burt und Jan Pascale – Mank
  • Bester Song: Fight for You aus Judas and the Black Messiah – Musik: H.E.R. und D’Mile, Text: H.E.R. und Tiara Thomas
  • Bestes Make-up und Hairstyling: Sergio Lopez-Rivera, Mia Neal und Jamika Wilson – Ma Rainey’s Black Bottom
  • Bester Dokumentarfilm: Mein Lehrer, der Krake (My Octopus Teacher) – Pippa Ehrlich, James Reed und Craig Foster
  • Bester Dokumentarkurzfilm: Colette – Anthony Giacchino und Alice Doyard
  • Beste Kameraführung: Erik Messerschmidt – Mank
  • Beste visuelle Effekte: Andrew Jackson, David Lee, Andrew Lockley und Scott Fisher – Tenet
  • Bester Kurzfilm: Two Distant Strangers – Travon Free und Martin Desmond Roe

Oscars 2021 ganz im Zeichen von Corona – Rotationsprinzip und Sicherheitsmaßnahmen sowie Corona-Abstandsregeln

Die Oscars waren aufgrund von Corona-Maßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen in einem ganz neuen Format angelegt. Die Oscar-Nominierten gingen im Rotationsverfahren in der Union Station in Los Angeles – dem historischen und wichtigsten Bahnhof der Stadt – zusammen auf die Bühne. Wegen der Reisebeschränkungen gab es außerdem Übertragungszentren in London und Paris.

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Rubriklistenbild: © Chris Pizzello/picture alliance/dpa

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