Corona-Comeback in Gütersloh

Oliver Pocher (RTL): Krasse Bilder aus Tönnies-Wohnungen - Krawall-Comedian ätzt gegen Fleisch-Boss

RTL-Comedian Oliver Pocher zieht im Regelfall über Promis her. Doch in Sachen Tönnies-Skandal kann er auch anders. Die Bilder aus einer Mitarbeiter-Wohnung sind heftig.

Hannover/Gütersloh – Der RTL-Witzbold Oliver Pocher macht einen auf Krisen-Reporter. Diesmal kehrt er zurück nach Gütersloh. Dort war er schon im Juni – verkleidet als Clemens Tönnies. Es ging um die Coronavirus-Ausbrüche in Tönnies-Schlachthöfen, bei denen sich mehr als 1.500 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt hatten. Damals trieb Pocher seine Scherze mit den Opfern der Pandemie. Nun kehrt der Komiker zurück und wird regelrecht investigativ tätig. nordbuzz.de hat den neusten Coup des RTL-Komiker verfolgt.

Komiker:Oliver Pocher
Geboren:18. Februar 1978 (Alter 42 Jahre), Hannover
Größe:1,7 m
Ehepartnerinnen:Amira Pocher (verh. 2019), Alessandra Meyer-Wölden (verh. 2010–2014)
Eltern:Jutta Pocher, Gerhard Pocher

Oliver Pocher (RTL): TV-Komiker reagiert auf Tönnies-Skandal und besucht Krisen-Region Gütersloh

Die Coronavirus-Fälle in Tönnies-Schlachthöfen* schockierten viele Menschen in Deutschland. Mitte Juni 2020 sind mehr als Tausend infizierte Mitarbeiter und Angehörige gemeldet. Es kam zu einem regionalen Lockdown in den Kreisen Gütersloh und Warendorf in Nordrhein-Westfalen. Die teils sehr schlechten Arbeitsbedingungen, sowie die maroden und viel zu dicht bewohnten Unterkünfte von Tönnies-Mitarbeitern sind in Folge öffentlich kritisiert worden.

Oliver Pocher geht Clemens Tönnies ordentlich auf den Keks. (nordbuzz.de-Montage)

Die Politik reagierte und will den Einsatz von Fremdarbeitern, also Werkvertrags- und Leiharbeiter, in Schlachthöfen verbieten. Zumindest bei Schlachtung, Zerlegung und Fleischverarbeitung soll dies ab dem Jahr 2021 der Fall sein. Tönnies reagierte ebenfalls und stellte laut eigenen Aussagen mehr als 1.000 ehemalige Werkvertrags-Mitarbeiter zu September ein.

Oliver Pocher reagierte ebenfalls unmittelbar nach der Tönnies-Katastrophe und begann mit seinem ganz eigenen Plan. Als Clemens Tönnies verkleidet, besuchte er die Krisen-Region und trieb Scherze mit den Anwohnern. Dort wurde er ziemlich direkt vom Gelände geschmissen. Auf Instagram präsentierte Pocher seinen Ausflug nach Gütersloh.

Oliver Pocher (RTL): RTL-Comedian drängt in Wohnungen von Tönnies-Mitarbeitern im Kreis Gütersloh

Nun kehrte der RTL-Komiker zurück in den Kreis Gütersloh. Es ist nichts Neues, dass Pocher sich in aktuelle politische Geschehnisse einmischt. Auch mit Attila Hildmann diskutierte Pocher. Seine sonstigen Scherze sind eher flach unterwegs, so zum Beispiel Pochers falsche DSDS-Jury. Diesmal also Covid 19 und Politik – Pocher hat sich für seinen Tönnies-Ausflug richtig was einfallen lassen.

In seiner Sendung „Pocher – gefährlich ehrlich!“ treibt der Hannoveraner TV-Komiker regelmäßig böse Scherze. Doch am 27. August wurde Olive Pocher zum investigativen Reporter und kehrte zurück ins Tönnies-Krisengebiet. Laut Angaben von Oliver Pocher habe man der Firma Tönnies mehrfach geschrieben und um Drehgenehmigung gebeten – keine Antwort. Deshalb wollte man sich die Situation nun selber anschauen.

Und Oliver Pocher hatte sich vorbereitet. Mit einem Übersetzer, der Rumänisch spricht, wollte er den Tönnies-Mitarbeitern in dem Gebäudekomplex näher kommen. Vor Ort wurde es jedoch direkt brenzlig. Ein offenbar für die Sicherheit zuständiger Mann bat das Kamerateam und Pocher darum, den Ort wieder zu verlassen. Doch Pocher ließ sich nicht abbringen. Schließlich könne man in „Deutschland einfach klingeln und schauen, ob jemand aufmacht“, so der RTL-Komiker. Der Sicherheitsmann behauptete, er habe bereits alle Bewohner angewiesen, ihre Türen nicht zu öffnen.

Oliver Pocher (RTL): Unter diesen Bedingungen hausen die Tönnies-Mitarbeiter - ziemlich eng

Aber Oliver Pocher blieb knallhart. Er schaffte es, sich die Nummer eines Tönnies-Mitarbeiters zu besorgen. Mit dem machte er dann am Telefon einen „Besichtigungstermin“ aus und schaffte es tatsächlich, in die Wohnung eines Arbeiters zu kommen. Dort traf der RTL-Comedian weitere Tönnies-Mitarbeiter an. Die Umstände, in denen sie wohnen, sind nicht gerade luxuriös. Tisch, Betten, Schränke - viel Raum zum Entspannen ist nicht vorhanden.

Der krasse Schock blieb bei Pocher aus. Dennoch findet er die Wohnung „ziemlich eng“ – sieben Menschen müssen dort gemeinsam wohnen. Oliver Pocher kündigt auch hier an, dass er zurückkommen wird. An Firmen-Boss Clemens Tönnies richtete er eine klare Botschaft. Der solle mal selbst für eine Woche in einer solchen Wohnung hausen und in seinem eigenen Unternehmen arbeiten. Ob der mega-reiche Fleisch-Magnat darauf Lust hat? *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Guido Kirchner/Armin Weigel/David Inderlied/Henning Kaiser/dpa/picture alliance

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