Liebe im Pullunder

Jetzt auf Blu-ray: „Schubert in Love“

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Wie eine Beziehung funktioniert? Das will Komiker Olaf Schubert in seinem ersten Spielfilm „Schubert in Love“ erklären, der recht banal geraten ist.

Das Wunder im Pullunder weiß alles über alles: In seinem ersten großen Film „Schubert in Love“ erklärt Comedian Olaf Schubert, wie Liebe funktioniert. Leider kommt er dabei nicht zum Höhepunkt.

Das Haar schütter, der Pullunder eine Zumutung, der Dialekt feinstes Sächsisch: Olaf Schubert ist seit mehr als 20 Jahren eine Erscheinung. Mit Comedy, Kabarett, Klamauk und Kaspereien stellt er auf ziemlich vielen Fernsehkanälen, etwa in der „heute-show“ im ZDF, seinen Witz und seine Schlagfertigkeit unter Beweis. Inzwischen gibt es sogar einen Film, in dem der Dresdner sein umfassendes Besserwissen präsentieren darf: „Schubert in Love“ (2016) ist eine romantische Komödie mit Olaf Schubert als Olaf Schubert, die vor allem zeigt, wie schwer es für Bühnenarbeiter ist, auf der Leinwand Höhepunkte zu haben. Nicht einmal 50.000 Kinobesucher lockte der Film, der nun fürs Heimkino erhältlich ist.

Wie der Titel schon verrät, darf sich Olaf Schubert im Film verlieben. Wobei das mit der Liebe so eine Sache ist bei ihm. Zum einen, weil die Figur Olaf Schubert keine Ahnung von Frauen hat. Zum anderen, weil der klassische RomCom-Aufbau des Films - zwei finden sich, zwei verlieren sich, zwei finden sich wieder - ziemlich einfallslos ist. So kommt es, dass Olaf Schubert in der Inszenierung von Lars Büchel auf vermintes Terrain muss.

Dort soll er auf Geheiß seines herrischen Vaters (Mario Adorf) endlich einen Nachkommen zeugen, um die ehrwürdige Schubert-Dynastie weiterzuführen. Olaf hat keine Ahnung, wie er das anstellen soll. Außerdem ist er im Job als Sozialpsychologe gestresst, will montags auf Demos die freie Liebe verteidigen und den Rest der Zeit mit einer störrischen Band ein Musical gegen den Welthunger proben.

Ganz schön viel zu tun hat er also, und trotzdem zieht da plötzlich Pamela (Marie Leuenberger) bei Olaf ein. Der tut freilich alles dafür, sich um Kopf und Kragen zu quatschen, was am Ende aber keine gravierenden Konsequenzen hat, weil „Schubert in Love“ eben eine klassische RomCom ist.

Die allerdings ist nur bedingt zu ertragen, weil Olaf Schubert als ziemlich asozialer Sonderling rüberkommt. Was auf der Bühne oder in spontanen TV-Auftritte funktioniert, muss nicht zwangsläufig im Film klappen. Für den Schubertschen Witz, diese Mischung aus Besserwisserei, Verbalakrobatik und Nonsens, ist das Format offenbar ungeeignet.

Erhältlich auf DVD, Blu-ray Disc und als Video-on-Demand.

tsch

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