Neue Folgen bei TNT Comedy

Nur nicht verrückt werden: So geht die Comedy-Serie „Andere Eltern“ weiter

„Andere Eltern“ erzählt auch in der zweiten Staffel vom ganz normale Wahnsinn, der besorgte Großstadteltern befällt, die keine weiteren Probleme haben - außer ihre eigenen Neurosen.
+
„Andere Eltern“ erzählt auch in der zweiten Staffel vom ganz normale Wahnsinn, der besorgte Großstadteltern befällt, die keine weiteren Probleme haben - außer ihre eigenen Neurosen.

In einer Welt am Rande des Nervenzusammenbruchs will ein Dutzend Kölner Eltern doch nur das Beste für die Kinder.

„Zack ist ein Jahr vorbei, und wir alle leben noch“, stellt Ini Zügler zum Auftakt der zweiten Staffel von „Andere Eltern“ fest, und man weiß nicht so recht, ob sie erleichtert ist oder genervt. Denn auch in den acht neuen Episoden der erschütternd witzigen Mockumentary von TNT Comedy (ab 10. März, dienstags, ab 20.15 Uhr) kreist ein Dutzend Kölner Helikoptereltern vor allem um sich selbst.

In der ersten Staffel hatte die Dokumentarfilmerin Ini Zügler (Johanna Gastdorf) ihre hochschwangere Tochter Nina (Lavinia Wilson) dabei begleitet, wie sie zusammen mit anderen Eltern eine eigene, eine freie Kita eröffnete. Mittlerweile steht die Kita, das Kind ist da - und die Probleme haben sich vervielfältigt.

Die schöne heile Welt der Helikoptereltern hatte immer schon Risse, mittlerweile sind überall Sprengfallen und tiefe Krater hinzugekommen. Die Kita fällt ein Jahr nach der Eröffnung schon wieder auseinander, Klos sind verstopft, Wände schimmeln, der Boden reißt auf.

Auch zwischenmenschlich hakt es überall. Da muss die eine Mutter mit zwei Vätern, dem schwulen Erzeuger und dem stramm-konservativen Ehemann, klarkommen. Eine andere lebt die Freiheit nach der Trennung in einem Youtube-Kanal aus, während es der beleidigte Ex schafft, Tinder-Dates zu versauen.

Kinder machen wahnsinnig

Es ist zum Verrücktwerden, dieses Leben zwischen Wunsch und Wirklichkeit, auf das Serienschöpfer Lutz Heineking jr. einen durchaus realistischen Blick werfen lässt. Seinen Darstellern hat er wieder nur einen groben Handlungsrahmen vorgegeben, den unter anderem Nadja Becker, Sebastian Schwarz, Daniel Zillmann, Rebecca Lina, Jasin Challah, Henny Reents, Serkan Kaya füllen - leider etwas weniger subtil als noch in der ersten Staffel.

Der Humor ist derber, exaltierter - aber die Probleme, die die Kölner Profilneurotiker adressieren, sind real. Erziehermangel, Sozialfaschismus, Wohnungsnot und politisch korrekte Karnevalskostüme - es ist der ganz normale Wahnsinn in einer Welt am Rande des Nervenzusammenbruchs, die sich nur noch um Kinder dreht. Damit müssen sich freilich nicht nur „Andere Eltern“ auseinandersetzen. Oder haben Sie schon mal versucht, als dreifache Mutter in den Job zurückzukehren?

teleschau

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare