Erfolgreicher US-Streamingdienst

Netflix profitiert von der Corona-Krise

Stolze Gewinner der Corona-Krise: Die Doku-Reihe „Tiger King“ über Joe Exotic hat weltweit viele Netflix-Kunden begeistert. Jetzt hat der US-Streamingdienst die Zahlen fürs erste Quartal bekanntgegeben.
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Stolze Gewinner der Corona-Krise: Die Doku-Reihe „Tiger King“ über Joe Exotic hat weltweit viele Netflix-Kunden begeistert. Jetzt hat der US-Streamingdienst die Zahlen fürs erste Quartal bekanntgegeben.

Die Krise bringt auch Gewinner hervor: Der Streamingdienst Netflix profitiert davon, dass die Menschen in vielen Ländern zu Hause sitzen und mehr Zeit vor dem Fernseher verbringen.

Allein bis Ende März stieg die Zahl der Bezahlabos weltweit um 15,8 Millionen, wie das Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte, der Gewinn habe sich in dieser Zeit mehr als verdoppelt.

Ursprünglich wollte Netflix im ersten Quartal sieben Millionen Neukunden gewinnen. Die deutliche Zunahme ließ die Aktie nach Börsenschluss weiter steigen. Weltweit haben inzwischen 183 Millionen Menschen den US-Streamingdienst abonniert, der mit der Doku-Serie „Tiger King“ oder der Dating-Show „Love is blind“ echte Krisen-Hits geschaffen hat, die sich bereits Millionen von Menschen angesehen haben dürften.

Disney überholt

Mit einem Börsenwert von knapp 195 Milliarden Dollar hat Netflix sogar den US-Unterhaltungsriesen Disney überholt, der im Winter noch doppelt so viel wert war wie Netflix. Zwar profitiert der Konkurrent mit seinem erst kürzlich gestarteten Streamingangebot Disney+ ebenfalls vom weltweiten Stillstand - nach fünf Monaten kann Disney bereits 50 Millionen Abonnenten vorweisen. Doch andere Geschäftsfelder wie die Themenparks oder die Filmproduktion leiden spürbar unter der Krise und dürften dem Giganten wirtschaftlich schwer zusetzen.

teleschau

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