RTL-Dokumentarfilm

Mick Schumacher: „Für uns ist Privatsphäre alles“

Mick Schumacher tritt in die Fußstapfen seines Vaters Michael. Wie es ist, diesen berühmten Nachnamen zu tragen, wird in der RTL-Dokumentation "Mick Schumacher" (Sonntag, 29. November, 13.15 Uhr, sowie Sonntag, 6. Dezember, 16.15 Uhr) deutlich.
+
Mick Schumacher tritt in die Fußstapfen seines Vaters Michael. Wie es ist, diesen berühmten Nachnamen zu tragen, wird in der RTL-Dokumentation „Mick Schumacher“ (Sonntag, 29. November, 13.15 Uhr, sowie Sonntag, 6. Dezember, 16.15 Uhr) deutlich.

Michael Schumacher war viele Jahre unangefochtener Spitzenreiter im Formel-1-Sport.

Nun tritt sein Sohn Mick Schumacher in die Fußstapfen des siebenmaligen Weltmeisters: Der 21-Jährige gilt als Favorit in der Formel-2-Meisterschaft. Jetzt zeigt RTL einen Dokumentarfilm über den jüngsten Schumacher-Spross, in dem er nicht nur über seinen Erfolg als Rennfahrer, sondern auch über die Familie spricht.

„Unsere Privatsphäre für uns als Familie ist von höchster Wichtigkeit“, erzählt er in der Dokumentation. Im Jahr 2013 hatte Michael Schumacher einen schweren Skiunfall, bei dem er ein Schädel-Hirn-Trauma erlitt und ins künstliche Koma versetzt wurde. Seitdem er wieder bei Bewusstsein ist, soll er sich in Rehabilitation befinden. Die Familie hält seinen Gesundheitszustand weitgehend privat. „Für uns ist Privatsphäre alles, und ich bin sehr dankbar, dass wir diese Abgrenzung zu den Medien haben, dass sie das auch akzeptieren“, betont Mick Schumacher nun. Er hoffe, dass das auch weiterhin so bleiben werde.

Wie man gewinnen kann, weiß der junge Rennfahrer bereits: „Ich glaube, wenn man immer hart an sich arbeitet und das Talent hat, dann schafft man es auch, Meisterschaften zu gewinnen. Talent allein reicht nicht, um am Ende der zu sein, der gewinnt.“ Sabine Kehm, die Managerin von Michael Schumacher, betont, dass Mick niemand sei, der das Rampenlicht suche. „Ich glaube, es ist wichtig, dass die Leute sehen, dass da keiner ist, der sagt: Ich bin der 'Sohn von' und dadurch habe ich alles verdient. Sondern dass da jemand ist, der dafür arbeitet, der Talent hat, der Hingabe hat, aber auch Demut hat“, erklärte sie. „Mick ist jemand, der eigentlich zurückhaltend ist und sehr höflich und nicht jemand, der sich in den Vordergrund spielt.“

„So ein Name öffnet natürlich Türen“

Dass Mick Schumacher mal in die Fußstapfen seines Vaters tritt, lag wohl früh auf der Hand - mit Ferrari sei er bereits aufgewachsen, schildert der Rennfahrer: „An jeder Wand hing wohl mindestens ein roter Wagen, auch bei mir im Zimmer. Was Ferrari mit meinem Papa erschaffen und geschaffen hat ist, was bei mir schon in den Genen drin ist.“

Auch zahlreiche Weggefährten von Michael und Mick Schumacher kommen in der zweistündigen Dokumentation zu Wort. „Ich kenne Mick, seit er ein Baby ist“, erzählt Formel-1-Sportdirektor Ross Brawn. „Es wäre sehr emotional, wenn Mick es in die Formel 1 schaffen und dort Erfolg haben würde.“ Er lobt ihn zudem für den Umgang mit dem berühmten Nachnamen. „Dieses Vermächtnis ist eine ungeheure Verantwortung“, gibt er zu. „Niemand in der Formel 1 würde jemanden ohne das nötige Talent in ein Auto setzen. Aber so ein Name öffnet natürlich Türen.“

Über Micks berühmten Nachnamen spricht auch Luca Montezemolo, der ehemalige Ferrari-Chef: „Er sollte seinen Nachnamen vergessen, aber nie vergessen, was sein Vater auf der Strecke geleistet hat.“ Außerdem ist es wohl fast unmöglich, dass Mick Schumacher nicht mit seinem berühmten Vater verglichen wird. So stellt Mattia Binotto, der Teamchef von Scuderia, fest: „Mick ist genauso wissbegierig wie sein Vater, sehr fokussiert. Er ist immer am Auto, stellt Fragen, sieht sich die Dinge an. Seine mentale Herangehensweise ist der seines Vaters sehr ähnlich.“

„Ich wünsche ihm das Allerbeste“

Der ehemalige Formel-1-Pilot David Coulthard betont in der Dokumentation, dass Mick Schumacher in Gesprächen „einfach nur ein Rennfahrer“ sei. „Er kann aber nicht der Tatsache entkommen, mehr als nur ein Rennfahrer zu sein, weil er den Namen Schumacher trägt, den erfolgreichsten Namen im Grand-Prix-Rennsport“, gibt er zu Bedenken. Wenn man in einer „königlichen Familie“ aufwachse, sei dies die Realität; wachse man in einem „Slum in Indien“ auf, sei das die Realität. „Wir können alle versuchen uns vorzustellen, wie das für Mick ist, aber nur er weiß, wie es sich wirklich anfühlt.“

Viele lobende Worte findet auch Sebastian Vettel, der erstmals 2010 Formel-1-Weltmeister wurde, für Mick Schumacher. „Ich glaube, der Mick ist sehr überlegt und für sein Alter sehr, sehr reif und bedacht“, urteilt der 33-Jährige. „Ich glaube, das ist auch etwas, was Michael sehr geprägt und ihm auch geholfen hat. Ich komme mit Mick gut aus und wünsche ihm das Allerbeste.“

Die RTL-Dokumentation „Mick Schumacher“ wird in zwei Teilen gezeigt: am Sonntag, 29. November, 13.15 Uhr, sowie am Sonntag, 6. Dezember, 16.15 Uhr, jeweils im Countdown zur Formel-1-Übertragung. Außerdem ist der Film ab 29. November in gesamter Länge auf TVNOW zu sehen.

teleschau

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare