Gier und Korruption

Markus Lanz (ZDF): Maskenaffäre – Ralph Brinkhaus im Kreuzfeuer

Fraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) steht im Bundestag und verteidigt seine Partei gegen Kritik in der Maskenaffäre.
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Steht wegen der Maskenaffäre massiv unter Druck: CDU-Fraktionschef Ralph Brinkhaus.

600.000 Euro für ein paar Anrufe? Irre sei das, klagt CDU-Fraktionschef Ralph Brinkhaus bei Markus Lanz. Doch seine Erklärung zur Maskenaffäre fällt dünn aus.

Hamburg – Nach dem Bekanntwerden der Maskenaffäre hat CDU-Fraktionschef Ralph Brinkhaus das Verhalten zweier Unions-Bundestagsabgeordneter scharf verurteilt. Die Wut in der Bundestagsfraktion über die Kollegen sei „sehr, sehr groß“, sagte der Fraktionsvorsitzende am Dienstagabend bei einem Auftritt in der ZDF-Sendung von Markus Lanz. Es sei völlig „irre“, dass Abgeordnete sechsstellige Beträge für ein paar Anrufe kassierten und sich an der Corona-Krise bereicherten*, stellte Brinkhaus klar.

Hintergrund ist die sogenannte Maskenaffäre, die die Union derzeit in einen starken Abwärtsstrudel* zieht. Im Fokus stehen Außenpolitiker Nikolaus Löbel (CDU) und der bisherige Fraktionsvize Georg Nüßlein (CSU). Beide haben den Ankauf von Corona-Schutzmasken vermittelt und dafür Provisionen von 250.000 bis 600.000 Euro eingestrichen. In der Sendung von Lanz sorgte der Deal für ordentlich Zündstoff. So regte sich vor allem Blogger Sascha Lobo über die Erklärungsversuche von Brinkhaus auf und warf ihm vor, seit Jahren die Einführung eines Lobbyregisters zu torpedieren, wie das Nachrichtenportal 24hamburg.de berichtet. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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